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| Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus: Das Fräulein von
Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus: Das Fräulein von
Das Fräulein von Scuderi
Der Roman, von E.T.A. Hoffmann, spielt um 1680 zur Zeit Ludwig des XIV in
Paris und beschäftigt sich mit der Aufklärung eines mysteriösen
Falles.
Eines Abend läutet es bei Magdaleine von Scuderi an der Tür. Die
Martiniere macht die Tür auf, und es steht ein junger Mann mit einem Umhang
vor der Tür. Er gibt der Martiniere ein Kästchen, welches diese ihrem
Fräulein bringt. In diesem Kästchen befindet sich kostbarer Schmuck.
Am nächsten Tag geht das Fräulein mit diesem Kästchen zu der
Marquise und zeigt ihr es. Diese meint, daß diesen Schmuck nur ein Mann
hergestellt haben kann, nämlich der Meister René Cardillac. Meister
Cardillac meint, daß der Schmuck von ihm sei und ihm vor kurzer Zeit
gestohlen wurde. Jedoch wolle er ihm nicht zurück und das Fräulein
möge ihn doch behalten.
Mehrere Monate vergehen als das Fräulein eines Tages mit ihrer
Glaskutsche zur Herzogin von Montansier fährt. In der Stadt drängen
sich sehr viele Leute um die Kutsche um diese zu bestaunen. Plötzlich kommt
ein junger Mann auf das Fräulein zu und gibt ihr einen Zettel und
verschwindet wieder. Auf dem Zettel steht, daß sie den Schmuck
zurückgeben soll, da ihr Leben in Gefahr sei.
Als sie am nächsten Tag den Schmuck zum Meister bringen will, kann sie
dieses nicht mehr, da der Meister in der Nacht umgebracht wurde. Der Lehrling
Olivier Brusson wird als möglicher Täter festgenommen, doch die
Tochter des Meisters bezeugt die Unschuld von Olivier und so gab das
Fräulein Olivier eine Chance ihr das Ganze zu erklären.
Der Junge hatte Goldschmied gelernt und zog aus Paris weg, um bei
René Cardillac weiter zu lernen. Dieser nahm ihm auf und lehrte ihn.
Olivier verliebte sich sofort in die Tochter des Meisters und sie ebenfalls in
ihn, als jedoch der Meister davon erfuhr kündigte er ihn.
Als eines Tages Olivier sich mit Madelon treffen wollte, sah er
plötzlich einen Mann aus dem Haus des Meisters gehen. Olivier erkannte den
Mann als seinen Meister und beschloß ihm unauffällig zu folgen. Er
sah wie der Meister über einen Passanten herfiel, er wollte dem Passanten
helfen aber Cardillac hatte den Passanten schon einen tödlichen Dolchstich
zugefügt. Danach rannte er weg.
Ein paar Tage später kam der Meister in Oliviers Wohnung und machte
ihm das Angebot wieder bei ihm zu arbeiten, da Madelon sehr in ihm verliebt ist
und der Meister sie nicht leiden sehen konnte. Olivier nahm an, jedoch das
Arbeitsverhältnis war nicht wie früher.
Eines Tages sprachen sich die beiden aus und der Meister erzählte,
daß er wenn er ein Schmuckstück abgeliefert hatte, den
Eigentümer überfiel. Durch den Geheimgang seines Hauses konnte er
immer unbemerkt entkommen.
An einem Tage sollte Olivier dann auch ein ganz besonderes
Schmuckstück zu Fräulein von Scuderi bringen, da der Meister sie sehr
verehrte.
Nach einigen Tagen überfiel dem Mister jedoch die selbe Unruhe wie bei
jedem anderen Schmuckstück. Als am Abend Cardillac wieder den Geheimgang
benutzte folgte ihm Olivier. Beim Haus der Fräuleins kam ein Polizist des
Weges und der Meister stürzte sich auf ihn aber dieser hatte schon einen
Dolch gezogen und fügte dem Meister einen Stich zu.
Olivier brachte den verwundeten Meister nach Hause, wo dieser dann auch
starb.
Das Fräulein ist nun auch von seiner Unschuld überzeugt und
versucht nun mit allen Mitteln das Urteil anzufechten. Ein paar Tagen
später kommt ein Polizist zum Fräulein und erzählt ihr,
daß er Cardillac ermordetet habe.
Nun hat sie genügend beweise und geht zum König um die Unschuld
von Olivier zu beweisen.
Charakteristik:
Fräulein von Scuderi hört allen zu die ihr etwas zu sagen haben
und bildet sich dann ihre eigene Meinung. Sie ist ein äußerst guter
Mensch und hebt sich von den andern ab.
Autor:
Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann wurde am 24. Januar 1776 in
Königsberg(Ostpreußen) geboren und starb 1822 in Berlin. Er studierte
Jus. 1800 wurde er als Assessor beim Kammergericht in Berlin; im selben Jahr
Beisitzer der Regierung in Posen; 1804 Regierungsrat in Warschau; 1808
Theatermusikdirektor und Musiklehrer in Bamberg; 1813 Musikdirektor in Leipzig
und Dresden; später wieder Kammergericht in Berlin.
Hoffmann war der dämonische Spätromantiker, der die Visionen des
Unheimlichen an groteske und auch schon an manche realistischen Züge zu
binden wußte. Seine Märchendichtungen und Erzählungen wurden
literarisches Gemeingut des gesamten Kontinents.
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