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Sodomie

Kurzinformation:
Wörter: 800
Seiten:
Typ: Referat
Sprache: Deutsch
Autor: Unbekannt
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Tiersex

Nach zahlreichen Zitaten und Kommentaren moechte ich
gerne einen Artikel zum Thema Tiersex einschieben und
versuchen, auf die verschiedenen Beitraege (sofern ich
sie erhalten habe) eingehen. Lasst mich mit einem Zitat
beginnen:
" Definitionsgemaess treibt man Sex mit einem anderen
Wesen, ob nun vom selben oder vom anderen Geschlecht,
ein Artgenosse oder etwas Exotischeres. Jede sexuelle
Beziehung ist eine Grenzueberschreitung, ein Eindringen
in ein anderes Reich. Jede sexuelle Beziehung hat einen
Hauch von Sodomie. Was hat man von jemand anderem, wenn
er nicht anders ist? Echte Befriedigung findet man erst,
wenn man ueber sich hinausgeht." [Zitat Ende]

Mit diesen Worten beschreibt der niederlaendische Verhal-
tensforscher Midas Dekkers in seinem Buch "Geliebtes Tier"
IMHO aeusserst treffend das Wesen der Anziehungskraft ei-
ner sexuellen Beziehung. Vom gleichgeschlechtlichen Art-
genossen bis hin zur artuebergreifenden Beziehung ist
alles moeglich.

Zur Abgrenzung der verschiedenen Aspekte muessen wir uns
die Frage stellen: Was verstehen wir unter Sex? Ich hatte
den Eindruck, dass den meisten hier im Forum dabei der
Akt an sich vorschwebt, zum Teil als isolierter Vorgang
der Abreaktion, ohne innere Beziehung zum (tierischen)
Partner. Meiner Auffassung nach (und der von Dekkers)
muesste man den gesamten Bereich der Zaertlichkeit hier
mit einbeziehen. Die Sprache gibt uns hierfuer eine
Hilfestellung: Wir sprechen selbstverstaendlich vom
Petting und denken gar nicht daran, das "Pet" eigent-
lich "Schmuse_tier_ bedeutet.Hierbei wird klar, dass von
einer "normalen" Beziehung zu einem Hund (z.B) zur erotisch
gefaerbten ("sodomistischen") Beziehung nur eine sehr ver-
waschene Grenze existiert. Ein kleines Beispiel: Euer Hund
(sofern Ihr einen habt) leckt Euch die Fuesse. Der/Die eine
wird dem kitzligen Gefuehl sicher ausweichen, es als
unangenehm empfinden, der/die zweite findet es vielleicht
ganz lustig, waehrend es fuer den/die dritte (wie fuer mich
auch) ein hocherotisches Erlebnis ist, das dann absicht-
lich herbeigefuehrt wird. Diese zaertlichen Spielereien
sind beliebig modifizierbar und steigerbar, der Akt an sich
waere nur die hoechste erklimmbare Stufe und muss keineswegs
stattfinden. Im Gegenteil: ein positives erotisches Ver-
haeltnis zu einem Tier ist keineswegs leichter als zu einem
Artgenossen. Es gibt nur wenige Tiere, die so weit an den
Menschen gewoehnt sind, dass sie seine Zuneigung merklich er-
wiedern koennen. Zweifelsfrei ist der Hund dazu am besten in
der Lage. Durch die vielen Doppel- und Dreifachzitate in
der Diskussion bin ich nicht in der Lage, jede Aeusserung
zuzuordnen, doch lese ich in einem Beitrag:
"Betrachtet man ein Tier als Sache, dann kann Herrchen mit
seiner Terrierdame machen was er will"
Kann er natuerlich _nicht_, ebensowenig wie mit einer mensch-
lichen Partnerin. Doch wenn er ein Hundeliebhaber ist und
die Hundesprache versteht, dann merkt er es schon, was sie mag.
Hunde leben normalerweise in Einehe, wenn man sie laesst. Wer
die Wildhunde beobachtet (oder genuegend Hundebuecher liest)
der weiss, dass das Hundepaar auch ausserhalb der Paarungszeit
zaertlich miteinander ist, oft besser als Menschenpaare. Hier
kann der/die interessierte einsteigen. "Der Hund sieht in seinen
Hausgenossen Mithunde" sagt Midas Dekkers in seinem Buch. Oft-
mals ergreifen sie selbst die Initiative zum Beginn einer
sexuellen Beziehung zum Menschen. Ich habe bereits als Kind ein
solches Zaertlichkeitangebot gerne angenommen und habe seitdem
mit meinen vierbeinigen Lieblingen viele positive Erfah-
rungen gemacht und allerlei von ihnen gelernt. In meiner
ueber 30 jaehrigen Erfahrung bin ich nie einem Hund zu nahe
getreten und habe nie etwas von ihm/ihr verlangt, was er/sie
nicht gewollt haette. Jemand von Euch erwiderte, eine Huendin
wuerde einen Rueden ausserhalb der Laeufigkeit nicht zulassen.
Stimmt, was den Akt an sich betrifft, doch zu Zaertlichkeiten
ist sie auch sonst bereit. Sie ist sogar orgasmusfaehig, wenn
man sie nur sanft genug stimuliert. Hier muss sich der Mensch
zuruecknehmen, das ist nichts fuer "rasante Maenner!"

Diejenigen von Euch, die den Aspekt der Tierquaelerei in den
Vordergrund stellten, koennen sehen, dass Tiersex nicht von
vornherein auf Macht, Ausnuetzung, Vergewaltigung o.ae. hinaus-
laufen muss. Es kann sein, genauso wie bei Beziehungen unter
Menschen. IMHO hat aber die Beziehung ein Ende, wenn diese
Faktoren ins Spiel kommen, bei Menschen wie bei Tieren.

Zusammenfassend moechte ich sagen, dass ich ein erotisches Ver-
haeltnis zu einem Tier, was die Zuwendung gerne entgegennimmt,
fuer eine vollwertige Beziehung halte, die neben der hetero-
und homosexuellen zwischenmenschlichen Beziehung ihre Existenz-
berechtigung hat. Von Vergewaltigungen und Machtgeluesten di-
stanziere ich mich gleichermassen bei Menschen wie bei Tieren.
Von der ehrlichen, treuen Zuwendung eines Hundes kann sich mancher
Mensch eine Scheibe abschneiden.

Zum Schluss moechte ich noch die Quelle meiner theoretischen
Kenntnisse nennen:

Midas Dekkers: Geliebtes Tier Carl-Hanser-Verlag 1994
ISBN 3-446-17721-3

Fuer meine praktischen Erkenntnisse danke ich meinen vier-
beinigen Freunden.










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