|
Du bist hier: Referate Datenbank | Deutsch
| Sokrates (470v.-399v.)
Sokrates (470v.-399v.)
Sokrates
1.Lebenslauf
-wichtige Daten, Familienstand, Beruf,
Vorbilder
2.Umwelt
-griechische Werte und Tugenden, Politik, Religion,
Sophisten
3.Charakter
-Xanthippe, Alltag, Krieg
4.Lehre
-Ansichten, Theorien
5.Auswirkungen auf die Antike
-Sokratiker(Einfluß auf Ansichten anderer),
Christentum, Philosophie
6.Geschichtlichkeit des Sokrates
-Ist die Existenz bewiesen ? (Meinungen, Beweise,
Quellen)
1.Lebenslauf
Eltern : Sophroniskos(Bildhauer),
Phainarete(Hebamme)
Frauen : 1.Xanthippe, 2.Myrto
Kinder : (nur Söhne) 1.Lamprokles (Xanth.),
2.Sophroniskos(Myrto), 3.Menexenos(Myrto)
Beruf : Steinmetz/Philosoph
(Ethiker)
Ausbildung : ?
Vorbilder :
1.Homer
ca.750-650 v.Chr., ältester und wichtigster altgr.
Dichter;Werke : Ilias, Odysee
2.Hesiod
ca. 700 v.Chr., gr. Dichter;macht epische Dichtung
bekannt
wichtige Daten :
470 Geburt in Athen
445/444 Teilnahme an einer Rede des Perikles über den
Bau der großen Maür (?)
431-429 Teilnahme am Peleponnesischen Krieg (432) und am
Kampf in Potidaia
424 Kampf in Delion
422 Kampf in Amphipholis
406 Sokrates ist Richter im Prozeß gegen die
Feldherren der Arginusenschlacht
399 Anklage Sokrates wegen “Verführung der
Jugend/Gottlosigkeit”, Verurteilung und
Tod, wurde 70 Jahre als, für damalige
Zeit biblisches Alter, durchschnittliche
Lebenserwartung betrug nur 20-25
Jahre
2.Umwelt
griechische Werte und Tugenden :
-Öffentlichkeit wurde groß
geschrieben
-Frauen weniger Wert als Männer
Politik :
-Demokratie
-nach zahlreichen für Griechenland siegreichen
Schlachten gegen die Perser begann
Blüte der klassischen gr. Kultur unter Perikles
(athen.Staatsmann[500-429 v.Chr.]), der Athen von 461-430
führte);
-Athen war Stadtstaat, große Rivalität zu Sparta;
Endete 432 v.Chr. im Peleponnesischen Krieg, der 404 v.Chr. im überragenden
Sieg Spartas endete;
Religion :
-Polytheisumus;mehrere anthropomorphe Götter, die das
Geschick der Menschen lenken und die Erde ab und zu besuchen, für best.
Lebensbereich, leben auf dem Olymp
-Jenseits > Hades (Schattenreich)
Sophisten (Lehrer der Weisheit):
-griech. Philosophen des 5./4. Jh., unterrichteten als
bezahlte Lehrer Philosophie, Staatskunde, Literatur, Rhetorik im Hinblick auf
praktischen Nutzen;
-Begründer des Relativismus : “Über jede
Sache gibt es zwei einander entgegengesetzte Aussagen.” -> es gibt
keinen objektiven Sachverhalt, daraus resultiert der Satz :
“Der Mensch ist das Maß aller Dinge” ->
Homo-mensura-Satz
Der Mensch bestimmt das Sein, alles darüber
Hinausgehende wird abgelehnt; Zweifel an Erkenntnismöglichkeit von Wahrheit
und Wirklichkeit, da es keine absolute Wahrheit bzw. Wirklichkeit gibt; Sie wird
vom Menschen festgesetzt, Erkenntnis ist also abhängig von Gesellschaft,
Zeit, Individuum, etc.
-Recht/Justiz: Unterscheidung zwischen natürlichem
Recht (Menschenrechte) und gesetzlichem Recht (vom Menschen festgelegte
Gesetze)
-Religion : Götter sind Erfindung des Menschen
(Projektionstheorie von Feuerbach);
versch. Thesen : 1.Götter als
“Furchterzeuger”, um Verbrecher von insgeheimen Freveltaten
abzuhalten; 2.Götter Ausruck menschlicher Gefühle (Dankbarkeit), alles
was den Menschen Nutzen bringt wird ins Göttliche projiziert; 3.Zweifel an
“göttlicher Gerechtigkeit”, denn es widerspreche der Erfahrung
der Ungerechtigkeit in der Welt;
-Bedeutende Vertreter : Protagoras, Gorgias aus Leontinoi,
Hippias aus Elis, Prodikos aus Keos, Thrasymachos, Kritias,
Antipon
-Bedeutung :
-Entgegen griechischer Tradition wird Mensch Mittelpunkt des
philosophischen Bemühens
-Das Denken selbst wird zum philos. Thema
-Kritik traditioneller moralischer Werte eröffnet dem
Denken neue Horizonte, bereitet Weg für autonome (selbständig,
unabhängig), vernunftbegründete Ethik
Sophisten waren wichtige Wegbereiter für Sokrates,
Platon, Aristoteles
Eleastische Philosophie :
-vorsokrat.Philosophenschule(6./5. Jh.) mit Sitz in Elea
(Unteritalien)
-Sein ist nicht der Zeit, und somit auch nicht der
Veränderung unterworfen
-Erkenntnis des Seins nur durch Denkansätze, nicht aber
mittels sinnlichen Wahrnehmungen möglich
-Dinge sind in ihrer Vielheit und Bewegung nur der Schein
eines einzigen unwanderlbaren Seins
-Vertreter : Xenophanes, Parmenides von Elea, Zenon von
Elea
3.Charakter
zwiegespaltene Persönlichkeit :
a) bewies Tapferkeit in zahlreichen Schlachten,
willensstark, widerstandsfähig (zitterte nicht bei Kälte, wich nicht
aus der Schlachtordnung zurück), Männlichkeit
b) Müßiggänger, schlaffer Nichtstuer (was
Arbeit/Familie betrifft), im alltäglichen Leben desinteressiert an Arbeit
und Familie, vernachlässigte Beruf und Kinder, ging lieber auf den
Marktplatz, um völlig Fremde anzusprechen (ging lieber Hobby Philosophie
nach);
Xanthippe :
Vorbild der hysterischen Ehefrau; tyrannisierte Sokrates,
wollte ihn von der Philosophie abbringen, da ihr sein Lebenswandel nicht
gefiel-> Sokrates kümmerte sich nicht um Beruf oder Kinder, sondern ging
lieber auf den Martk, um mit völlig Fremden zu sprechen; erreichte jedoch
Gegenteil, trieb Sokrates immer mehr in seinen Beruf
hatte Vermögen seiner Eltern aufgebraucht (versickern
lassen),
führte einfaches, besonnenes Leben (Geld reichte nicht
einmal für eigene Schuhe),
genügsam : “wie zahlreich sind die Dinge, deren
ich nicht bedarf.”, achtete dabei auf seine Gesundheit : Gymnastik,
Tanzen;
4.Lehre
-Begründer der autonomen philosophischen
Ethik
Im Zentrum seiner Philosophie steht die Frage nach dem Guten
und der Tugend; Antrieb : Inschrift am Orakel zu Delphi “Erkenne dich
selbst”; Aufforderung, das menschl. Wissen zu prüfen und die
“Tugend zu bestimmen, demnach ist Untersuchung der Seele am wichtigsten,
welche die Tugend (das Gute) enthält; er entwickelt eine Methode, welche zu
sicherer Erkenntnis führen soll (Widerspruch zu Sophisten);
> sokratische Methode/elenktisches Verfahren : nutzte
Logos (Vernunft) um dieses Ziel zu erreichen;
ging auf Marktplätze, sprach fremde Leute an
:
1.stellte sich selbst als unwissend dar, gab vor, sich vom
Gesprächspartner belehren zu lassen (Sokratische Ironie)
2.Gegenüber fühlt sich sicher, findet die Frage
einfach, erzählt Sokrates alle vordergründigen Meinungen und
Vorurteile
3.Sokrates stellt geschickte Fragen, die den Gegenüber
am Selbstversändlichen zweifeln lassen
4.Der Gesprächspartner erkennt sein
Nichtwissen
5.Die Frage wird neuaufgenommen, der Gesprächspartner
erkennt seine Erkenntnis als Scheinerkenntnis und will lernen
6.Neue Erkenntnis bzw. neues Wissen wird erlangt, was
letztendlich zur Klugheit führt
1.Frage -> 2.Scheinwissen(falsches
Selbstbewußtsein) -> 3.Prüfung und Widerlegung -> 4.Erkenntnis
des Nichtwissens(Verlegenheit[Aporie]) -> 5.Neuaufnahme der
Frage(Bereitschaft zu lernen) -> 6.Suche nach Wissen(Adäquates Wissen)
-> Klugheit
Auf diese Weise wollte er die Leute zu wahrer Erkenntnis,
der Wahrheit führen; Vorurteile sollten widerlegt werden
Erkenntnis war für ihn immer bereits vorhanden, nur
nicht bewußt und muß erst durch gezielte Fragen geweckt werden
(Mäeutik[Hebammenkunst])
wichtiger Ausspruch zur Selbsterkenntnis : “Ich
weiß, daß ich nichts weiß.”
-Grundfragen : Was ist die Tugend ? Wie gewinnen wir
Wahrheit ? Welche ist die beste Staatsverfassung ?
-Gegensatz zu Sophisten : nicht
dialektisch-rhetorisch (das Wahre falsch, das Falsch wahr erscheinen lassen),
sondern dialektische Kunst, das Wahre als solches zu erkennen;
Ziel war nicht Erkenntnis des Guten als des allgemein
Nützlichen;
-gesuchtes Wissen ist praktisches Wissen, das die Erkenntnis
von Gut und Böse zum Inhalt hat, sich durch kritische Selbstprüfung
absichert und auf den rechten Gebrauch in der Praxis abzielt;
er schließt vom Besonderen auf das Allgemeine
(Induktion), das das Wesentliche des zu untersuchenden Begriffs erfaßt;
-nach Aristoteles ist Sokrates zweierlei zuzuschreiben :
“Einmal die Begründung durch Heranführung aus der Erfahrung und
dann das Bilden von Allgemeinbegriffen.”
->Defintion (Abstrahieren vom Unwesentlichen sowie durch
Zusammenfassung des Wesentlichen zu festen allg. Begriffen
gelangen)
-Logos(Vernunft) : bestimmte sein
Wesen/Leben/Gespräche, folgt stets Vernunft und Gesetzen;erkennt Bedeutung
des Logos;
für Sokrates bestes Mittel um zur Erkenntnis zu
gelangen
-Sorge um die Seele ist sein Bemühen, denn der Seele
entspringt das Gute (also auch Glückseligkeit)
gut ist Vernunft und Einsicht, herrscht jedoch Unwissenheit
verfällt Seele dem Schlechten
-> Sokrates’ Satz : “Niemand tut freiwillig
(wissentlich) unrecht.”
Denn jede schlechte Handlung entspringt der Unkenntnis
über Gut und Böse.Der Wissende jedoch ist gut.
Die Seele sollte für Sokrates im Mittelpunkt des Lebens
stehen, Reichtum, Ruhm, usw. sind nur nebensächlich; Sokrates ermahnt
Mitbürger in Gesprächen zu einer gerechten
Lebensführung;
Dabei versteht sich Sokrates nur als Helfer auf der Suche
nach Einsicht und Selbsterkenntnis, denn die Erkenntnis ist immer schon
vorhanden, sie ist nur nicht bewußt und muß erst geweckt werden;
-Weisheit und Erkenntnis kein verfügbares Gut, sondern
Weisheit und Erkenntnis sind Akt des Suchens selbst, nicht Besitz desselben, das
Streben danach ist wichtig (Philosophia)
-Sokrates verwirklicht Einheit von Denken und Handeln, dabei
ist ihm das “Damonium” (göttliche innere Stimme, Stimme des
Gewissens) behilflich, die ihn leitet und ihm Zeichen was für die
göttl. Bestimmung der Seele (Schicksal)
Stimme Gottes, er sei von Gott berufen, um Menschen zu
rechter Lebensweise zu ermahnen
-seine Ansichten machten ihn bei den Athener häufig
unbeliebt : er was als weltverbessender Schwätzer
verschrien
Beispiele :
-Auslieferung eines politischen Gegners an die Regierung
abgelehnt
-als einziger gegen gesetzwidrige Veruteilung zum Tode der
Feldherren nach einer Seeschlacht gestimmt
Ein Mann, der auch nur ein wenig tauge darf nicht die Gefahr
im Hinblick auf Leben und Sterben bedenken, sondern müsse allein darauf
achten, ob er recht oder unrecht handle, und seinen Taten die eines guten oder
einen schlechten Menschen seien
-> Große Entdeckung des Sokrates : unbedingte
Verpflichtung des Menschen zum Rechttun, die unzerstörbar ist, im Grunde
des Herzens ruht
-trotz der Berufung auf die Vernunft bzw. Logik war er
religiös (Orakel von Delphi, Daimonium);
schaffte sich eigenes Götterbild (Jenseits, Leben nach
dem Tod, Himmel-Hölle; mehrere wahre Richter, tugendhaft gelebt habende
kommen in Himmel, werden durch Zusammentreffen mit Vorbildern [Homer, Hesiod]
belohnt), lehnte alte Götterwelt ab
-Erziehung sehr wichtig (Lehre nicht gr.
Werte)
1.Expertenmeinung : Apostel des griechischen Humanismus
(Verfechter der Menschlichkeit)
-sorgte sich nicht um körperliches Wohl der Athener,
aber um das seelische
-Sokrates selbst hatte nie eine Schule gegründet,
sondern unterrichtete seine Schüler mehr oder weniger auf der
Straße
5.Auswirkungen
-Begründer des Märtyrertums
:
Sokrates stand zu seinen Ansichten, reizte seine Richter nur
noch mehr (Verteidigungsrede : handle im Auftrag Apollons; seine Anwesenheit sei
großer Glücksfall für die Athener; Sorge sollte Seele, nicht
Körper und Geld gelten; er sei einzigartig, schwer einen zweiten wie ihn zu
finden; er sei von Gott als Ermahner zur rechten Lebensweise gesandt; fordert
sogar höchst mögliche Auszeichnung [Ehre der
Speisung];
Verurteilung zum Tod; Freunde raten zur Flucht, lehnt ab; es
sei unrecht, ein Leben lang an den Wohltaten des Staates teilzunehmen, um dann,
wenn einem die Sache unangenehm werde, sich über die Gesetze
hinwegzusetzen; gesetzwidrig zu handeln ist schändlich, das zeigt Sokrates
als einen sehr gesetzestreuen Menschen (richtete sein Leben
danach);
opferte sich dafür (Tod durch Gift)
-Einfluß auf Christentum : Märtyrertum,
Wegbereiter des Humanismus
-Begründer der praktischen Philosophie, entfernt auch
der Naturwissenschaften;
Erklärung von Naturphänomenen durch die
Vernunft
-leitete (mit Sophisten !) Übergang von
mythisch-religiöser Welterklärung mit Hilfe von Göttergenealogien
(Götterverwandtschaften) und -geschichten einer dämonisch belebten
Natur und einem in strengen Dogmen und Riten befangenen Alltagsleben zu
rationalen Modellen der Welterklärung, in denen sich zugleich auch der
einzelne denkende Mensch emanzipiert
> Wandlung vom Glauben zu Wissen/Denken
somit gilt Athen als Ursprungsort des abendländischen
Denkens der europäischen Philosophie/Wissenschaft;
-Idee der Ausbildung der Persönlichkeit(Emanzipation
[Aufklärung, Mündigkeit, Unabhängigkeit])
-Sokratiker (direkte Schüler) : meist junge
Adlige
1.Platon (gr.Philosoph [428-347 v.Chr.]),
-griff in seinen Werken das Gute als Gegenstand der
Philosophie wieder auf (Die Idee des Guten [Sonnengleichnis])
-Schüler : Aristoteles([384-322 v.Chr.], Philosoph,
Schüler in Platons Akademie, Lehrer Alexanders dem Gr.)
2.Xenophon (Geschichtsschreiber, Schriftsteller [430-354
v.Chr.])
3.Alkibiades (Politiker, Feldherr [450-404
v.Chr.])
4.Aristippos (gr. Philosoph [435-366
v.Chr.])
Schüler zugleich wichtigste Quellen; Sokrates schrieb
nie selbst etwas auf;
Alle kamen aus gehobenem Stand;
Schüler gründeten Philosophenschulen, verbreiteten
philosophisches Denken
-auf ihn berufen sich zwei gegensätzliche
philosophische Strömungen :
1.Kyrenaiker : nicht Sorge um die Glückseligkeit
sondern, Lust ist Maxime (Mittelpunkt) des Handelns
(Aristippos)
2.Kyniker :sokrat.Geringschätzung des
Materiellen wird ausgebaut (Diogenes von Sinope lebte in einer
Tonne)
- Begriffbegündung : Platonische Liebe
(Sokrates->Alkibiades)
6.Geschichtlichkeit des Sokrates
-Textquellen : andere Philosophen (in erster Linie
seine Schüler), zeitgenössische Dichter
(z.B.Aristophanes)
Platon ist wichtigste Quelle, Sokrates tritt in fast allen
seiner Dialogen auf,
allein vier davon behandeln Sokrates’
Tod
Xenophon : verfaßte mehrere Schriften, darunter seine
Erinnerungen an Sokrates (Memorabilia)
Aristophanes : vefaßte Komödie “Die
Wolken”, Sokrates Hauptperson
Aristoteles : kein Zeitgenosse, traf jedoch viele Menschen,
die Sokrates kannten; verfaßte Werk “Geschichte der griechischen
Philosophie”, zeigt darin Sokrates Bedeutung aus seiner Sicht
auf
-desweiteren gibt es einzelne Schriften, die über ihn
berichten
-Die Aussagen in den Schriftstücken differieren
teilweise sehr stark, teilweise ist also die Richtigkeit der Quellen
fragwürdig.Selbst die Vorstellung, daß Sokrates ein bedeutende
Philosoph gewesen ist, wird angezweifelt, da die Berichte über ihn zu
widersprüchlich sind
-3 Expertenmeinungen :
1.Geschichtlichkeit des Sokrates wird angezweifelt (hat nie
existiert)
1.1 bloße Existenz einer Person names
Sokrates
1.2 Sokrates existierte, aber war kein
Philosoph
2.Aussagen und Berichte sind authentisch (Sokrates war
Philosoph)
-> fast gesamte Platonische Philosophie gehört zum
Werk Sokrates’(z.B.Sonnengleichnis/Liniengleichnis), Platon nur
Berichtender
3.Sokrates nur Sprachrohr der griechischen Philosophen, d.h.
imaginäre Figur, der eigene Aussagen in den Mund gelegt worden sind
(deswegen drehen sich vielleicht so viele Schriften Platons um
ihn)
Meinung Schleiermacher (deutsch. Philosoph[um 1800]) :
Platon berichtet einerseits über Sokrates’ Aussagen, legt ihm aber
auch seine eigene Philosophie in den Mund;
daraus ergibt sich das “sokratische Problem”, es
muß unterschieden werden, wann über Sokrates berichtet wird und wann
ihm die Meinung eines anderen in den Mund gelegt wird
Visuelle Darstellung : Es gibt zahlreiche
Büsten, Statün, usw. des Sokrates; Die Frage ist nur, ob sie
Porträt- oder Symbolcharakter haben, wollen sie die authentische
Persönlichkeit Sokrates oder nur die imaginäre Figur darstellen
?
Sokrates Geschichtlichkeit ist also
ungeklärt.
|