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Physikreferat über Kernfusion, techn. Probleme der
Physikreferat über
Kernfusion, techn. Probleme der Kernfusion, Wasserstoffbombe und Vorgänge
in Fixsternen
Kernfusion:
(Stefan)
- Kernfusion ist das Gegenteil der
Kernspaltung
- Fusion bedeutet das verschmelzen leichter Kerne
zu schweren
- damit überhaupt eine Fusion zustande kommen
kann, müssen die Teilchen
mit einer sehr hohen Geschwindigkeit aufeinander
geschossen werden,
damit sie verschmelzen, um diese
Geschwindigkeiten zu erreichen sind
Temperaturen von mehreren hundert Millionen Grad
nötig, so daß die
Kernreaktionen mit einer ausreichenden
Häufigkeit stattfinden
- so wird die Temperatur konstant gehalten, damit
die Fusion selbsttragend
erfolgt und dem System Energie abgenommen werden
kann
- die Energiegewinnung ist wesentlich höher
als bei der Kernspaltung
(Tschernobil 1000MW Elektroenergie, Fusionsmodell
2500 MW
Elektroenergie)
- in erkennbarer Zukunft wird nur die Verschmelzung
von Kernen der
Wasserstoffkerne
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Deuterium H und Tritium H zu Helium möglich
sein.
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- trotzdem würde dies reichen, um den
Energiebedarf der Erde über
Jahrhunderte zu sichern. Und dann wird man
sicherlich die Fusion von reinem
Deuterium oder sogar von gewöhnlichem
Wasserstoff beherrschen.
(Bild Isotope & Fusion)
(Dennis)
(Simon)
Isotope: die zu einem chem.
Element gehörenden Atome gleicher Kernladung, aber verschiedener Masse. Sie
unterscheiden sich dadurch, daß ihre Atomkerne die gleiche Anzahl von
Protonen, aber eine verschiedene Anzahl von Neutronen
enthalten.
Deuterium (D): hat ein Proton
und Neutron im Kern, ist deshalb schwerer als Wasserstoff und wird schwerer
Wasserstoff genannt
Tritium (T): wird
künstlich durch Beschuß von Lithium mit Neutronen hergestellt,
besitzt 1 Proton und 2 Neutronen im Kern, der Kern ist deshalb instabil und wird
überschwerer Wasserstoff genannt
- die freiwerdene Energie fällt
hauptsächlich als kinetische Energie der
gebildeten Neutronen und Wärmeenergie
an.
- z.B. der Heizwert von dem in einem Liter Wasser
enthaltenem Deuterium
entspricht der Energie, die bei der Verbrennung
von 100 Litern Erdöl
anfällt.
- diese Kernfusionen finden z.B. im Inneren der
Sonne statt, die für uns
Sichtbare Strahlungsenergie wird aus diesem
Vorgang gewonnen
(Dennis)
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- das Produkt muß mindestens 6 * 10 cm
s nach dem Lawsonkriterium
betragen, damit sich eine Kernfusion (auch
thermonukleare Reaktion
genannt) energetisch selbst tragen kann. Um die
Fusionsenergie friedlich
nutzen zu können, müssen jedoch
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höhere Werte von ca. 5 * 10 cm s
angestrebt werden, damit ein
brauchbarer Energiegewinn zustande kommt.
- zur Erreichung dieser Ziele ist eine Beherrschung
von extremen
Stoffzuständen notwendig, wie sie bisher nur
aus kosmischen Verhältnissen
bekannt sind
techn. Probleme der
Kernfusion:
- es gibt zwei Varianten, die als aussichtsreich
gelten, um eine kontrollierte
Kernfusion durchzuführen:
1.) das Aufheizen einer
Plasmaentladung unter magnetischer Halterung
2.) die Zündung von
Brennstoffpillen mittels Laser- oder
Teilchenstrahlen bei
Trägheitshaltung
(Stefan)
1.) Prinzip von Magnetfallen:
- die Grundidee dieser Variante besteht darin, das
Plasma einer in
Mischungen von Deuterium und Tritium enthaltenen
Gasenthaltung durch
Teilcheneinschuß auf höchste
Temperaturen zu bringen
- das Plasma wird von den
Gefäßwänden durch starke Magnetfelder isoliert.
- dies funktioniert, weil Ionen bzw. Elektronen des
Plasma Magnetfeldlinien
ausreichender Stärke nicht kreuzen
können. Deshalb umläuft das Plasma die
Feldlinien auf schraubenförmigen Bahnen
Plasma: Ein Gas, das aus freien
Elektronen u. Ionen. Es kann kontrolliert auf extrem hohe Temperaturen gebracht
werden. Bei diesen Temperaturen können Fusionsreaktionen ablaufen, die zu
einer starken Energiefreisetzung führen
- bei den Magnetfallen unterscheidet man zwischen
der linearen und der
toroidalen Anordnung:
- bei der linearen Magnetfalle ist das
spindelförmige Plasma durch die Magnetfeldlinien eingeschlossen, die sich
an den Enden des Gefäßes verdichten. Auf diese Weise bilden sich an
den Enden des Gefäßes magnetische Spiegel aus, die die ankommenden
geladenen Teilchen reflektieren.
(Bild: Magnetfallen)
(Simon)
- leider beträgt die Einschlußzeit
nur einige Mikrosekunden, weil zu viele
Plasmateilchen durch die löchrigen
Magnetspiegel entkommen können.
- die ringförmig geschlossenen
Plasmafallen erscheinen aussichtsreicher.
Von den verschiedenen
Ausführungsformen hat sich der Tokamaktyp
durchgesetzt.
- das Plasma muß sich um die
ringförmigen Magnetfeldlinien (Umlaufbahnen)
schlängeln, da es die anderen
ringförmigen Magnetfeldlinien nicht kreuzen
kann
(Bild: Magnetfallen)
(Simon)
- jedoch muß, um das Lawsonkriterium zu
erfüllen, sowohl die Temperatur
als auch die Einschlußzeit deutlich
gesteigert werden
(Bild: Fusionsreaktor)
(Dennis)
Fusionsreaktor:
- solche Anlagen könnten dazu dienen, die
kontrollierte Kernfusion zur
Energiegewinnung nutzbar zu machen
!
- in dieser Anlage geht die Energie freisetzende
Reaktion zwischen dem
Deuterium und Tritium bei einer Temperatur von
200 Millionen Grad in
einem Plasma vor sich.
- das Plasma wird von einem sehr intensiven
Magnetfeld in einem
ringförmigen Volumen eingeschlossen, das
Magnetfeld wird von Strom
erzeugt, der in einer Helium gekühlten Spule
fließt (Kreislauf.3).
- ein Injektor sorgt für das Einbringen des
frischen D-T - Gemisches und der
Separator sorgt für das Ausscheiden des
Reaktionsproduktes Helium
(Kreislauf 1).
- der Abtransport der freigesetzten Energie erfolgt
mit flüssigem
Lithiummetall. Diese Energie dient dann nach
mehreren Stufen des
Wärmeaustausches zur Entwicklung von Dampf
für die Turbogeneratoren.
Im Lithium wird durch Einfang der entstehenden
Neutronen Tritium gebrütet,
deshalb muß dieses in der Natur nicht
vorkommende Isotop nur beim
Anfahren der Anlage eingespeist werden (Kreislauf
2).
(Simon)
2.) Konzepte der gesteuerten Kernfusion
mit Trägheitshalterung:
- das flüssige Brennstoffgemisch aus Deuterium
& Tritium wird in einer kleinen
Glaskugel (max. 1mm Durchmesser)
eingeschlossen
- die Glaskugel ist mit mehreren dicken Schichten
überzogen (z.B. innere
Polymerschicht und einer äußeren
Metallschicht), die nun auch nur wenige
Millimeter dick sind
- die überzogene Glaskugel wird auch Pellet
genannt
- auf diese Kugel werden nun von allen Seiten
gleichzeitig extrem starke
Impulse (Elektronenstrahlen) gerichtet, die eine
enorme Aufheizung
innerhalb weniger Milliardstelsekunden bewirken
- das äußere Umhüllungsmaterial des
Pellet verdampft nun explosionsartig,
dabei wird ein Rückstoß erzeugt, der
mit dem Impulsdruck das innerer
Umhüllungsmaterial nach innen
treibt
- dies hat eine extreme Kompression des
Brennstoffes zur Folge
- das Pellet ist auf die mehrhundertfache Dichte
komprimiert, dies ist von
einer gewaltigen Aufheizung
begleitet
- nach den bisherigen experimentellen
Untersuchungen sind Temperaturen
von
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ca. 3*10 K erreichbar
(Bild: Trägheitshalterung)
(Stefan)
(Dennis)
- diese thermonukleare Reaktion ist mit einer
Miniwasserstoffbombe zu
vergleichen
- die Abmessungen der Pellets sind sehr wichtig,
damit es nicht zu einer
Zerstörung der Anlage kommt
(Bild: Trägheitshalterung)
- ebenso wie bei der Tokamakvariante ist noch
kein Durchbruch im Sinne
einer Fusionsreaktion geglückt, die mehr
Energie freisetzt als zur
Einleitung verbraucht
wird
Wasserstoffbombe:
Sonderart der Atombombe
- die Explosion entsteht durch Verschmelzung
leichter Kerne (z.B.: Deuterium
und Lithium), bei der viel Energie in Form von
Gamma-, Licht- und
Wärmestrahlung freigesetzt
wird
- die erste Wasserstoffbombe wurde 1932 von den USA
gezündet
- die Zündung einer Wasserstoffbombe erfolgt
in mehreren Phasen :
Variante 1:
Zweiphasenwasserstoffbombe
- Detonation des
Kernspaltungszünders
- Darauffolgend Fusion von Deuterium von Tritium (bei
ca. 50 Millionen Grad)
- im Unterschied zu Spaltungskernwaffen erzeugen
Fusionkernwaffen
vergleichsweise wenig radioaktive Beiprodukte
(saubere Bombe)
- die Größe der Wasserstoffbombe ist
nach unten durch die Größe und
Explosionskraft des Zünders beschränkt,
nach oben nicht:
Es kann praktisch unbegrenzt viel Fusionsmaterial
zur Fusion gebracht werden.
- das Fusionsmaterial (Deuterium-
Lithium-Verbindung) wird in fester Form
verwendet, da dies den technische Aufbau
erheblich vereinfacht und sie zu
einer leicht zu handhabenden Waffe
Variante 2:
Dreiphasenwasserstoffbombe
- sie besitzt einen, die Kernfusionsladung
umschließenden, Mantel aus
spaltbaren Material, das zusätzliche
Explosionsenergie unter Entstehung
radioaktiv verseuchender Spaltprodukte
liefert
- dieser Effekt kann verstärkt werden, wenn
der Mantel aus Material
besteht, das durch die Neutronenstrahlung bei
der Explosion stark
radioaktive Isotope bildet.
(Stefan)
Variante 3: Kobalt
- sie ist eine spezielle Form der Dreiphasenbombe,
bei ihr besteht der
Mantel
60 - aus normalem Kobalt, das zu dem radioaktiven
Isotop Co umgewandelt
wird, das mit seiner Halbwertszeit von 5,3 Jahren
als Gammastrahler
jahrzehntelange Verseuchung bewirkt
(schmutzige Bombe)
- es ist nicht bekannt, ob solche, ohne Probleme
herzustellende, Bomben
existieren.
allgemein:
- die Wirkung dieser Bomben ist so verheerend,
daß das Gebiet später nicht
mehr genutzt werden kann (max. 150
km)
z.B. die Explosionswirkungen entsprechen mehreren
Millionen Tonnen TNT
- das Potential der Weltmächte an
Wasserstoffbomben ist so groß, daß sie
ausreichen, um die Bevölkerung des
jeweiligen Gegners mehrfach zu
vernichten
(Dennis)
Vorgänge in Fixsternen:
Fixsterne:
Früher wurden Sterne, die sich nicht zu
bewegen schienen als Fixsterne bezeichnet. Heute weiß man jedoch,
daß sich alle Sterne bewegen, deshalb werden jetzt nur noch die Sterne,
die sich so gut wie nicht bewegen als Fixsterne bezeichnet.
- ihre Strahlungsenergie beziehen sie aus der
kontrollierten Kernfusion, die
leichter zu betreiben ist als in unserer
Atmosphäre, da die extrem hohen Temperaturen besser erreicht werden
können
- ein Beispiel ist die Sonne, der Wasserstoffvorrat
reicht noch für mehrere
Milliarden Jahre
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