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Biographien von diverser Komponisten
Bela Bártok
(1881 - 1945)
Geboren in einem kleinen Dorf im heutigen Rumänien, machte als Kind
oft schwere Krankheiten durch, mit 8 Jahren Halbwaise (Vater tot), Ausbildung in
Klavier und Komposition, 2x verheiratet, Volksliedforscher, sehr umfassende
Aufzeichnungen (Ungarn, Rumänien, Türkei, Portugal..) emigrierte 1940
nach Amerika, Einsamkeit, Armut, Heimweh, schuf noch einige bedeutende Werke
(z.B. Klavierkonzert, Konzert für Orchester...)
Konzert für Orchester: 1942 in Amerika entstanden (Auftragswerk auf
Vermittlung seiner Freunde). Bartok war schon ziemlich krank (starb später
an leukämie), es hat 5 Sätze und drückt tiefe Trauer, Heimweh und
musikalische Freude aus.
- Satz: ein düsteres, aufsteigendes Motiv bildet den Anfang, gefolgt von
einem energischen, zackigen Hauptthema
- Satz: Spiel der Instrumentenpaare. Je zwei gleiche Instrumente spielen eine
heitere, tanzartige Melodie in einem bestimmten Intervall (Fagotte:Sext,
Oboen:Terz, Klarinetten: Septim, Flöten:Quint, Trompeten:Sekund)
- Satz: Elegie. Dieser Satz bildet den emotionellen Kern des Werkes.
Melancholische Passagen wechseln mit dramatischen Ausbrücken ab. Hier hat
Bartok sein Heimweh und seinen Schmerz ausgedrückt.
- Satz: Intermezzo. Über Streicherklängen erhebt sich eine heitere
Melodie in der Oboe in einem für Ungarn typischen 5/8-Takt.
- Satz: Finale. Eine Fanfare eröffnet den Satz, der voll Temperament und
Schwung weitergeführt wird.
Anton Bruckner
1824 - 1896
7. Symphonie in E-Dur: gewidmet Ludwig II von Bayern (großer
Mäzen von R. Wagner)
Mit dieser Symphonie errang Bruckner seinen ersten Welterfolg; die
früheren Symphonien, die unter seiner eigenen Leitung uraufgeführt
worden waren, befremdeten das Publikum und seine Kritiker durch ihre
Kühnheit und Monumentalität. Erst danach setzten sich seine Werke
weltweit durch, besonders seine 9 gigantischen Symphonien (9. Ist unvollendet,
hat aber 3 komplette Sätze)
Der 2. Satz der 7. Symphonie ist ein ergreifender Abgesang, eine
erschütternde Totenklage zum Ableben Richard Wagners, den Bruckner
über alles verehrte und dem er seine 3. Symphonie widmete. Der Satz baut
sich in einer ungeheuren Spannung auf (er dauert 23 Minuten) zu einem
Kulminationspunkt, der durch einen Beckenschlag gekrönt wird.
Wolfgang A. Mozart
(1756-1791)
„Requiem“: (=Totenmesse) in d-moll [K.V. 626]
(Köchel-Verzeichnis)
Das Requiem wurde bei Mozart von einem Auftraggeber bestellt, der anonym
bleiben wollte, um das Werk als sein eigenens ausgeben zu können. Der Bote
kam immer dunkel gekleidet und mahnte Mozart mehrmals zur Eile. Da Mozart schon
krank war, faßte er diese Aufforderung so auf, als ob es um seine eigne
Totenmesse ginge. Der Auftraggeber, Graf von Walsegg-Stuppach, hatte Mozart zu
Beginn die Hälfte der Bezahlung im Voraus gegeben, was ihm aus den
ärgsten finanziellen Nöten half.
Trotzdem wurde das Werk nicht mehr fertig. Nach dem „Lacrimosa“
(Nr. 8) bricht die Partitur je ab, doch sind auch die nachfolgenden Themen noch
original von Mozart.
Sein Schüler Franz Xaver Süßmayr stellte es nach Mozarts
Tod nach einigen Skizzen, die ihm Konstanze Mozart übergab, fertig
(Instrumentation, Chorsatz). Für den letzten Satz „Lux
æterna“ komponierte Süßmayr nichts Neues, sondern
unterlegte den Anfangssatz (mit der großartigen Doppelfuge) mit den Worten
„Lux æterna“ bzw. „Dona eis requiem“.
Anfangs gab Konstanze Mozart nicht bekannt,daß das Requiem nur als
Torso (= nicht vollendetes Kunstwerk) hinterlassen wurde. Das von
Süßmayr ergänzte Werk übergab sie dem Grafen
Walsegg-Stuppach, bekam den 2. Teil der Gage und überwand damit ihre
ärgsten finanziellen Nöte. Einer der eindrucksvollsten Abschitte ist
das „Dies iræ“:
Dies iræ, dies illa
solvet sæclum, in favilla
teste David cum Sybilla.
Quantum tremor est futurus,
quando judex est venturus,
cuncta stricte discussurus.
Auch Verdi schrieb sein Requiem;
Als Opernkomponist des 19. Jhdt. legte er das „Dies iræ“
sehr effektvoll, fast opernhaft an, wodurch der religiöse Ausdruck etwas
ins Hintertreffen gerät.
Franz Liszt
(1811-1886)
Totentanz (Danse macabre) komponiert für Klavier und großes
Orchester;
Liszt verwendet für dieses effektvolle Orchesterwerk die
mittelalterliche Melodie des „Dies iræ“, die er auf
vielfältige, kunstvolle Weise immer neu verarbeitet.
"Les Preludes"
Diese symphonische Dichtung für großes Orchester schildert nach
einem Gedicht von Lamartine das Leben eines Helden. Der Titel erklärt sich
aus dem Verständnis, daß alle Stationen des Lebens nur ein Vorspiel
zu "jener ernsten Melodie, die der Tod anstimmt" ist. Das großartige
Hauptthema wurde im 2. Weltkrieg in der Wochenschau als musikalische Untermalung
zu den deutschen Siegesmeldungen gespielt, wodurch das Werk für den
Konzertsaal beinahe unmöglich gemacht wurde.
Arnold Schönberg
(1874 - 1951)
"Ein Überlebender aus Warschau"
Als Schönberg bereits nach Amerika emigriert war,
erzählte im nach dem 2. Weltkrieg ein Überlebender des
Ghettoaufstandes in Warschau seine Erlebnisse. Schönberg vertonte die
Erzählung für Orchester (Zwölftontechnik, sehr dissonant und
aufrüttelnd), einen Sprecher (nur ungefähre Tonhöhen
deklamierend, aber rhythmisch ganz exakt), der den Text englisch und deutsch
(Befehle des Offiziers) vorträgt, und einen Männerchor (singt auf
hebräisch das jüdische Glaubensbekenntnis).
Carl Maria von Weber
1786 - 1826
"Der Freischütz", romantische Oper in deutscher
Sprache.
Mit diesem Meisterwerk gelang es Weber, der deutschen Oper
große Bedeutung zu verleihen, eine Entwicklung, die durch Wagner ihren
Höhepunkt fand. (Andere deutsche Opern bis dahin: "Entführung aus dem
Serail", "Zauberflöte" von Mozartz, "Fidelio" von
Beethoven").
Handlung: Max, ein Jäger, will die Tochter des
Erbförster, Agathe, heiraten, muß aber dazu einen Probeschuß
machen. Da er in letzter Zeit kein Schießglück hatte,
entschließt er sich, mit seinem Jagdkameraden Freikugeln zu gießen
(Wolfsschlucht, Mitternacht, unter Mithilfe des Teufels, Samiel), um den
Probeschuß zu bestehen. Diese Szene ist das Kernstück der Oper, ein
kompositorisches und dramatisches Meisterwerk. Kaspar verspricht Samiel ein
neues Opfer, wenn seine Frist verlängert wird. "Sechse treffen, sieben
äffen!".
Am nächsten Tag trifft Max bei der Morgenjagd jedes
Ziel, soll nun den Probeschuß auf eine weiße Taube abgeben: Agathe
fällt in Ohnmacht (böse Träume), Kaspar windet sich fluchen in
seinem Blut. Max muß alles erklären, der weise Eremit rettet ihn vor
der Verurteilung - der Probeschuß wird abgeschafft, ein Probejahr soll
dafür abgehalten werden.
Claude Debussy
(1862 - 1918)
Debussy ist zusammen mit Ravel der Hauptvertreter des
Impressionismus, einer musikalischen Stilrichtung etwa von 1890 bis 1920, die
ihre Bezeichnung aus der bildenden Kunst erhalten hat (Claude Monet: Impression
soleil levant). Gemeinsam ist beiden Künsten, daß die Konturen weich
und unscharf sind und die Klang- bzw. Farbwirkungen im Vordergrund stehen.
Debussy wird auch der "stille Zertrümmerer der Tonaltität" genannt,
weil seine Musik noch immer harmonisch, weich und wenig schockierend wirkt,
obwohl er in vielen Dingen die Musik des 20. Jhdts. Vorwegnimmt. (Dissonanzen;
sehr farbige Instrumentationen besonders Flöte und Harfe,
Parallelführungen von Stimmen und Akkorden; Klangflächen; schwelende
Rhythmik; Ganztonleiter, Pentatonik, Kirchentonarten; nicht aufgelöste,
dissonante Akkorde...) Die Wirkung seiner Musik beruht hauptsächlich auf
den verschiedenen Klangflächen, er vermeidet die genaue Wiederholung oder
traditionelle Verarbeitung der Themen. Die einzelnen Abschnitte sind oft sehr
kontrastreich und stellen aufeinanderfolgende Stimmungen, Empfindungen oder
Atmosphären dar. Großen Einfluß auf die Werke Debussy`s
übte das Gamelan-Orchester aus, das er 1889 bei der Pariser Weltausstellung
hörte.
Werke: Prèlude á l`après-midi d`un
faune. La mer, Nocturnes, Pelleas et Melisande (Oper), Suite Bergamasque (f.
Klavier, sehr schwer), Prèlude (2 Bände, darunter "La Cathedrale
Einglantie" - die versunkene Kathedrale), Children`s corner, 1 Streichquartett,
Lieder...
Franz Schubert
Symphonie Nr. 7 (8) in h-moll, die
"Unvollendete".
Schubert schrieb dieses Werk 1822, also 6 Jahre vor seinem
Tod, beließ es aber bei den ersten zwei Sätzen. Den 3. Satz hat er
zwar begonnen, aber nie fertiggeschrieben (daher der Name "Unvollendete"; da
eine Symphonie sonst 4 Sätze hat). Sie trägt den Namen aber zu
Unrecht, da sie in sich eine Geschlossenheit und Vollkommenheit aufweist, wie
kaum ein anderes Werk. Er schenkte das Werk seinem Freund Anselm
Hüttenbrenner (Direktor des Musikvereins in Graz), der es zwar studierte
aber nie zu Aufführung brachte ("unvollendete" Symphonie). Erst 1863
übergab er die Noten dem Wiener Dirigenten Joseph Hereck, der es in Wien
uraufführte (41 J. nach Schuberts Tod!)
- Satz: leiser, einstimmiger Beginn in den tiefen Streichern,
dann kontrastreiche Abschnitte (Wechsel von ruhigen und dramatischen Teilen).
Besonders schön ist das Seitenthema, das zuerst in den Celli
erklingt.
- Satz: langsame, ruhige, beinahe überirdisch schöne
Musik, E-dur (1.Teil); der 2. Teil ist in cis-moll, dann folgt ein gewaltiger
Ausbruch; Überleitung, wieder zu Teil 1
zurück.
Stilmerkmale von Schubert:
Äußerst melodiös, ständiges Schwanken
zwischen Dur und Moll, überraschende Harmoniewechsel, fließende
Rhythmik. Pausen als Ausdrucksmittel, gewisse Wiener Note (Harmonie, Melodie
manchmal dem Wr. Lied ähnlich), breiter, reich gefächerter Ausdruck
(Freude-Schwermut, Trauer-Hoffnung, Schmer-Zuversicht,
Glück-Leid,.....)
Werke: 8 Symphonien ,1 verloren (Gasteiner Symphonie),
darunter die "Große C-Dur, "Unvollendete". 15 Klaviersonaten: besonders
schön die letzte in B-Dur; 15 Streichquartette , darunter "Der Tod und das
Mädchen", 1 Streichquintett (!!) mit 2 Celli; 2 Klaviertrios: B-Dur,
Es-Dur; Opern: wegen der schwachen Textbücher wenig erfolgreich; Lieder: 3
Liederzyklen, gesamt ca. 600 Lieder, Gipfelpunkt des Kunstliedes; Chöre:
für Männerchor, gem. Chor;
7 Messen: Dt. Messe, F-Dur (mit 17 Jahren), As-Dur,
Es-Dur.
Felix
Mendelssohn-Bartholdy
(1809 - 1847)
Ouverture zum "Sommernachtstraum"
Mit diesem Werk gelang dem erst 17-jährigen ein
Geniestreich, den sogar Richard Strauß, als unübertrefflich
charakterisierte. Es stellt die Einleitung zum heiteren Schauspiel "Ein
Sommernachtstraum" von Shakespear dar; die ursprünglich Komposition wurde
auf Anraten eines Freundes (Bernhard Marx) etwas
abgeändert.
Zu Beginn ertönen 4 langgehaltene Akkorde in den
Holzbläsern (E-H-a-E), danach ertönt das bezaubernde Elfenthema in
e-moll (Violinen in hoher Lage, dazu Violen pizzicato). In der Folge gibt es
auch temperamentvolle Themen (z.B. Rüpel-Thema mit I-a Schrei) oder
lyrisch-ausdrucksvolle Melodien. Das Elfenthema kehrt mehrmals wieder (immer mit
anderer Begleitung); im gesamten stellt die Ouvertüre ein Stimmungsbild
einer geheimnisvollen Sommernacht dar. Den Abschluß bilden wieder die 4
langen Bläserakkorde.
Frederic Chopin
1810 - 1849
In der Nähe von Warschau geboren. Vater Franzose,
Mutter Polin, glänzende Ausbildung (Klavier, Komposition), frühe
Konzert, 1829 hat er in Wien große Erfolg, geht 1830 nach Paris,
glänzende Abende bei Mme. Rothschild, Adelige nehmen Unterricht bei ihm,
vergötterter Mittelpunkt des Salons, scheute aber große öffentl.
Konzerte (insges. nur ca. 30).
Bekanntschaft mit Liszt, Mendelssohn u. Schumann ("Hut ab,
ein Genie!"), Liaison mit der Dichterin George Sand (Männerkleidung,
Zigarre, 2 Kinder aus früherer Beziehung), Aufenthalt in Mallorca
(Lungenkrankheit, Blutsturz) und auf dem Landgut Nahant (Südfrankreich),
gegenseitige Inspiration, später Entfremdung, Trennung 1847; Reise nach
England 1848, gesundheitl. Verfall, Rückkehr nach Paris, begraben auf dem
Friedhof Père Lachaise.
Werke: fast ausschließlich Klavierwerke. z.B.:
Polonaisen, Nocturnes, Mazurken, Scherzi, Walzer, Etüden (2 Bände op.
10 und op. 25, je 12 Stücke), Sonaten, 2
Klavierkonzerte,...
Stilmerkmale: seine Klavierwerke sind der Gipfelpunkt der
Klaviermusik, technisch äußerst schwierig, aber von großer
Ausdruckskraft und Gefühlstiefe, herrliche Melodien, geniale Harmonien,
abwechslungsreiche, oft komplizierte Rhythmik, brillante Läufe,
Verzierungen, kühne Modulationen, chromatische Passagen.
Frederic Chopin
1810 - 1849
In der Nähe von Warschau geboren. Vater Franzose,
Mutter Polin, glänzende Ausbildung (Klavier, Komposition), frühe
Konzert, 1829 hat er in Wien große Erfolg, geht 1830 nach Paris,
glänzende Abende bei Mme. Rothschild, Adelige nehmen Unterricht bei ihm,
vergötterter Mittelpunkt des Salons, scheute aber große öffentl.
Konzerte (insges. nur ca. 30).
Bekanntschaft mit Liszt, Mendelssohn u. Schumann ("Hut ab,
ein Genie!"), Liaison mit der Dichterin George Sand (Männerkleidung,
Zigarre, 2 Kinder aus früherer Beziehung), Aufenthalt in Mallorca
(Lungenkrankheit, Blutsturz) und auf dem Landgut Nahant (Südfrankreich),
gegenseitige Inspiration, später Entfremdung, Trennung 1847; Reise nach
England 1848, gesundheitl. Verfall, Rückkehr nach Paris, begraben auf dem
Friedhof Père Lachaise.
Werke: fast ausschließlich Klavierwerke. z.B.:
Polonaisen, Nocturnes, Mazurken, Scherzi, Walzer, Etüden (2 Bände op.
10 und op. 25, je 12 Stücke), Sonaten, 2
Klavierkonzerte,...
Stilmerkmale: seine Klavierwerke sind der Gipfelpunkt der
Klaviermusik, technisch äußerst schwierig, aber von großer
Ausdruckskraft und Gefühlstiefe, herrliche Melodien, geniale Harmonien,
abwechslungsreiche, oft komplizierte Rhythmik, brillante Läufe,
Verzierungen, kühne Modulationen, chromatische Passagen;
Jaques Offenbach
1819 - 1880
Offenbachs Vater, Isaac Eberst, nannte sich nach seinem
Geburtsort "Offenbach" (in Dt.), zog dann in die Nähe von Köln, hatte
2 musikalisch sehr begabte Söhne, die beide nach Paris gingen (Ausbildung
am Conservatoire). Jakob nannte sich nun Jaques, wurde ein ausgezeichneter
Cellist und Komponist. Große Erfolge mit satirischen Liedern, Textdichter
Halevy lieferte dazu witzige Texte. Offenbach wurde zum Begründer der
Operette, 2 davon wurden durch Skandale zu Riesenerfolgen: "Orpheus in der
Unterwelt", "Die schöne Helena" (Verunglimpfung der antiken Götter,
frivoler Modetanz Cancan), mit Oper und ernsteren Operetten vorerst weniger
erfolgreich. "Bouffles Parisiennes" auf der Champs Elysées gestürmt,
trotzdem später Theaterpleite, Reisen nach England, Amerika (gut
finanzielle Erfolge), in Wien traf er Johann Strauß (Walzerwettstreit);
verheiratet mit Herminie d`Alcain, 4 Töchter; gegen Ende seines Lebens
schrieb er sein bedeutsamstes Werk, die Oper "Hoffmanns Erzählungen",
konnte aber die Uraufführung nicht mehr erleben, starb in
Paris.
Stilmerkmale: mitreißende Melodien, zündende
Rhythmen, genialer Sinn für das Komische und die Satire, aber auch
Fähigkeit zu ernster Musik (Hoffmanns Erzählungen mit der
"Barcarole")
Johann Strauß
(1825 - 1899)
Musikausbildung (Klavier, Geige, Komposition) gegen den
Willen des Vater, mit 19 J. eigenes Orchester (Konkurrent seines Vaters!),
große Erfolge; sein Bruder Josef (*1827), Techniker von Beruf,
Straßenkehrmaschine erfunden) wechselte auch zum Musikberuf; auch der
jüngste Bruder Eduard (*1835) war Dirigent und Komponist. Der Vater trennte
sich von der Familie (Geliebte Emilie Trampusch, viele Kinder), starb aber mit
45 Jahren (1849). Johann Strauß Sohn war 3x verheiratet, keine Kinder,
berühmtester Walzerkomponist (Donauwalzer, Kaiserwalzer, Wiener Blut, Rosen
aus dem Süden...) Konzertreise nach Russland, Polen, Frankreich, USA,...,
schrieb auch ca. 40 Operetten (Fledermaus, Zigeunerbaron, Eine Nacht in
Venedig,...), Freundschaft mit J. Brahms (Villa in Bad Ischl), war auch von
Wagner sehr anerkannt ("musikalischter Schädel des Jhdts."); starb in Wien,
Ehrengrab am Zentralfriedhof. Beim Neujahrskonzert der Wr. Philharmoniker
(berühmte Dirigenten, weltweite Ausstrahlung), werden immer Werke der
Strauß- Familie gespielt.
Andere Werke: Tritsch-tratsch-Polka, Perpetuum mobile,
G`schichten aus dem Wienderwald, Unter Donner und Blitz...
Josef Strauß: Delirienwalzer, Mein Lebenslauf is Lieb
und Lust, Die Libelle,... (über 300 Werke, sehr
qualitätsvoll!)
Gemeinsames Werk: Pizzicato- Polka (Mittelteil von Josef
Strauß)
Johann Strauß Vater: Radetzkymarsch, Bauernpolka,...
(über 400 Werke)
Form des Konzertwalzers: Introduction - Walzer - Kette -
Coda
Richard Wagner
(1813 - 1883)
Werke: fast ausschließlich Opern in deutscher Sprach,
deren Libretti er selbst schrieb, nannte seine Opern Musikdramen (Idee der
Gleichwertigkeit aller Künste, z.B. Text, Bühnenbild -
ausführliche Regieanweisungen, Musik...). Einzige heitere Oper: "Die
Meistersinger von Nürnberg", alle anderen enden tragisch, wobei die
Erlösungsidee eine zentrale Rolle spielt: "Tannhäuser", "Lohengrin",
"Tristan und Isolde" (kühne, zukunftsweisende Chromatik), "Der Ring der
Nibelungen" - Tetralogie, an 4 Tagen zu spielen: 1. "Das Rheingebet" 2. "Die
Walküre" 3. "Siegfried" 4. "Götterdämmerung", letzte Oper ist
"Parzival"
Stilmerkmale: große Klangpracht, Leitmotive
(charakterisieren Personen, Orte Dinge, usw.), Rückgriff auf
mittelalterliche Lyrik (Alliterationen), unendliche Melodie (ein ganzer Akt
durchkomponiert), ungeheure Dramatik, Blechbläser oft im Vordergrund
(Wagnertuben - eigens konstruiert, feierlicher Klang), Stoff aus den deutschen
Heldensagen.
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