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Hesse, Hermann: Der Steppenwolf
Der Steppenwolf
von Hermann
Hesse
Der Autor erzählt in seinem Werk über die Bekanntschaft zu einem
gewissen Harry Haller, einem sehr verschlossenen Menschen, der sich als
Untermieter bei seiner Tante einquartiert hatte. Nach einiger Zeit beginnt eine
zuerst etwas zögerliche Annäherung zwischen den beiden.
Harry Haller, von dem der Erzähler und seine Tante zuerst nur wenig
wissen, öffnet nach und nach dem Autor bei zufälligen Begegnungen auf
der Treppe des Hauses diesem seine Seele und erzählt ihm von seinem
bisherigen Leben.
Dieser Mensch entpuppt sich nach einiger Zeit als sehr gebildeter Mann,
der, trotz seines korrekten Verhaltens und anscheinend gutbürgerlichen
Erziehung, mehr und mehr den Anschein eines psychisch kranken Menschen auf den
Autor macht.
Doch eines Tages verläßt Harry Haller die Tante des Autors. Beim
Durchstöbern des Zimmers findet dieser ein Büchlein, das die
tagebuchartigen Aufzeichnungen Hallers enthält. Von nun an ist die Handlung
des "Steppenwolfes" nicht mehr die vom Autor erzählte, sondern die
Erlebnisse des Harry Haller. Es existiert in diesem Werk Hesses ein zweites
Buch, also "ein Buch im Buch".
Haller ließt dieses Buch ganz erstaunt. Er hat es in dieser Nacht
ausgelesen, es war nicht sehr lang. In der Kneipe “Schwarzer Adler”
sitzt ein Mädchen welches ihn zu sich bittet. Sie heißt Hermine und
er verliebte sich in sie. Hermine befahl ihm jedem ihrer Befehle zu gehorchen -
der letzte war sie zu töten.Haller sah ein Mädchen an, Hermine befahl
ihm mit Maria zu tanzen. Maria und Hermine waren enge Freundinnnen. Nach einiger
Zeit konnte er schon gut tanzen und Hermine lud ihn zum Maskenball ein, auf dem
er sich nicht besonders amüsierte. Als er gehen wollte erkannnte er Hermine
wieder. Sie gingen mit Maria ins “magische Theater”.
Es gehörte Pablo, dem Musikanten. Er erklärte ihm die Spielregeln
und trennte Hermine, Haller und Maria. Nun traf Haller auf verschiedene
Türen mit Aufschriften: “Alle Mädchen sind dein”,
“Genußreicher Selbstmord”, “Anleitung zum Aufbau der
Persönlichkeit”... In das letztere ging er hinein. Er traf einen
Schauspieler der ihm erklärte, daß der Mensch aus mehr als einer
Seele bestünde. Er nahm Hallers Persönlichkeiten und ließ sie
Schach spielen, Haller begriff und der Mann ließ ihn gehen. Viele
Türen übten einen starken Reiz auf ihn aus. In einer sah er
plötzlich Hermine mit Pablo nackt am Boden liegen. Er dachte an ihren
letzten Befehl und stach mit einem Messer auf sie ein. Das Blut rann über
ihre Brust.
Er sah keine Tür mehr, nur eine auf der stand: “Harrys
Hinrichtung”. Er kam in einen Saal voll von Leuten. Er bekam die Strafe
ausgelacht zu werden und 12 Stunden Eintrittsverbot zu bekommen.
Er fragte sich ob er das richtige tat, da kam Pablo und war enttäuscht
von ihm, er sagte daß er es das nächste mal besser machen würde,
er erklärte ihm, daß alles nur Bilder gewesen sind. Da nahm er
Hermine und steckte sie in die Tasche. Haller mußte lachen und ging nach
Hause.
Der Roman "Der Steppenwolf" schildert auf erschütterliche Weise die
seelische Not eines gespaltenen Menschen, der sich gleichzeitig als Tier und als
Geistwesen empfindet. Der Held Harry Haller ist die Verkörperung des
umhergetriebenen, von einem unbekannten Ich gejagten Menschen. Gelingt es Harry
Haller (=Hermann Hesse), das Tier im eigenen Interesse zu stellen, es sichtbar
zu machen, so könnte er sich selbst erlösen. Im "Magischen Theater -
Nicht für Jedermann" wird Haller in furchtbarer Weise sein eigenes Ich
gewahrt, und seine tief verborgene, geheimnisvolle Lust am Geschlechtlichen wird
ans Licht der Welt gefördert. Im "Steppenwolf" geht es, wie in manchen
anderen Werken Hesses um die Nachtseite der Natur des Menschen.
Der Autor
Hermann Hesse, geboren am 2. Juli 1877 in Württemberg als Sohn des
Missionares Johannes Hesse und dessen Frau Marie Gundert, der ältesten
Tochter des namhaften Indologen und Missionars Hermann Gundert.
Er besuchte in den Jahren 1890-1891 die Lateinschule in Göppingen zur
Vorbereitung auf das württemburgische Landexamen, der Voraussetzung
für eine kostenlose Ausbildung zum evangelischen Theologen im Tübinger
Stift.
1891-1892 war er Seminarist im evang. Klosterseminar Maulbronn, aus dem er
nach sieben Monaten floh, weil er "entweder Dichter oder gar nichts werden"
wollte. Schon damals offenbarten sich seine schriftstellerischen
Ambitionen.
Im Juni 1892 beging er einen Selbstmordversuch, wurde daraufhin in die
Nervenheilanstalt Stetten eingewiesen. 1892-1894 absolvierte er das
Einjährige-Freiwilligen Examen, die sog. Obersekundarreife. Er wollte sich
damals bei den Sozialdemokraten politisch engagieren. 1895-1898 absolvierte er
ein Buchhändlerlehre in Tübingen. 1896 erschien seine erste
Publikation "Das deutsche Dichterheim", 1898 seine erste Buchpublikation
"Romantische Lieder". Von 1939-1945 galten Hesses Werke als entartete Kunst und
volksfeindlich. 1946 erhielt er den Literaturnobelpreis und 1955 den
Friedensnobelpreis des Deutschen Buchhandels. Hesse stirbt am 9. August 1962 in
seinem Haus in Montagnola.
wichitge Werke:
Unterm Rad
Diesseits
Die Nürnberger Reise
Der Steppenwolf
Das Glasperlenspiel
Krieg und Frieden
Narziß und Glodmund
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