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Alaska
von Alexander Hofer
ALASKA
Inhalt:
1.Grundinformationen
2.Geschichte
3.Klima
4.Nationalparks
5.Flora und Fauna
6.Verkehr
7.Wirtschaft
von Alexander Hofer
ALASKA
Grundinformationen:
Alaska ist der größte Bundesstaat der USA, der
eine Gebiet von 1518800 km² also etwa die 18fache Fläche
Österreich einnimmt. Es umfaßt ca. 60.000 km
Küstenlänge. Hauptstadt ist
Juneau.
Von Alaska ist fast nichts in Privatbesitz, ca. 12% wurde
Verbänden von Ureinwohnern übertragen, die restlichen 88% stehen unter
der Kontrolle von Washington und Juneau. Die Ost-West-Ausdehnung ist 1.) 3.200
km, die Nord-Süd-Ausdehnung ist 2.) 2.000 km. Man kann diese
Entfernungen
mit 1.) Der Strecke London – Ural und 2.) Wien -
Moskau vergleichen.
Alaska ist durch Kanada vom geschlossenen Staatsgebiet der
USA abgetrennt, in der Nordwestecke Nordamerikas. “Großes weites
Land”, Alachschka,
Aleaksu, Alakhskhak, Alaksu, Alscaj, Alaschka, Alayeksa, so
wurde und wird es von den Ureinwohnern, den Alëuten und Indianern, den
Inuit (Eskimos),
Tlingit, den Haida und Athapaska genannt. Der Name wird vom
aleutischen Wort ”Festland” abgeleitet.
Im Norden wird Alaska vom Nordpolarmeer, im Westen von der
Beringstraße und vom Beringmeer , im Süden vom Atlantik begrenzt. Der
nächste Nachbar im Westen jenseits der an der schmalsten Stelle nur 85 km
breiten Beringstraße ist die Sowjetunion wobei zwischen diesen 85 km noch
die zwei kleinen
Diomedes Inseln liegen.
Das 1959 als 49. Bundesstaat in die Union aufgenommene Land
gliedert sich in drei große Landschaftsräume: Im Süden verlaufen
entlang von vielen Fjorden
und Buchten zerschnittenen Pazifikküste vergletscherte
Hochgebirge, die in der Alaskakette im 6198m hohen Mt. McKinley, dem
höchsten Berg Nordamerikas,
gipfeln; das Innere, das überwiegend zum Einzugsgebiet
des Yukon gehört, ist Tiefland und Mittelgebirge. Das nördliche
Drittel Alaskas wird von der bis 3050
m hohen Brookskette durchzogen, die nach Norden in eine
weite Ebene an der Beaufort übergeht.
Etwa ein Drittel Alaskas ist Baumlose Tundra, unter der der
Boden bis in große Tiefen gefroren ist. ( tw. bis unter 600 m) Nur etwa 5%
der Fläche werden
landwirtschaftlich genutzt.
Das ursprünglich von Indianern und Eskimos dünn
besiedelte Land gehörte bis 1867 zu Rußland; dann kauften es die USA
den Russen für 7,2 Mio. US$ ab.
Das war ohne Zweifel ein guter Kauf, denn Alaska hat ein
großes potential an Naturschätzen: Holz, Fische, Pelztiere und nicht
zuletzt bedeutende
Vorkommen von Erdöl, Erdgas, Kohle, Zinn, Eisen, Gold,
Silber, Blei, und anderen Metallen.
Der Reichtum zog immer wieder Pioniere und Abenteurer an,
die wellenartig ins Land strömten. Beim berühmten Goldrausch am Ende
des 19. Jh. wuchs die
Bevölkerungszahl z.B. von einigen hundert Einwohnern im
Jahr 1880 auf über 40000 in den Jahren zwischen 1900 und 1910 an. Ein
stetiges Bevölkerungswachstum setzte allerdings erst seit 1940 ein. Heute
sind noch etwa ein fünftel der Einwohner Eskimos und Indianer. Insgesamt
kommen auf Alaska 550.043 Einwohner.
Das heißt, daß auf 3 km² eine Person kommt.
Wobei allein schon die Hälfte der Einwohner Alaskas in Anchorage, der
größten Stadt Alaskas,
der Hauptstadt Juneau und der anderen großen Stadt
Fairbanks lebt. Somit ist die Verstädterungsrate schon bei 50%. Angenommen
die restliche Bevölkerung
kommt vom Land, so kommt auf 6 km² gerade eine Person
wenn man von den Stadtgebieten absehen würde. In Österreich dagegen
kommen auf einen km²
90 Personen,also auf 3 km² in denen in Alaska eine
Person wohnt,wohnen in Österreich 270 Menschen.(Noch dazu hat
Österreich für europäische Verhältnisse eine geringe
Bevölkerungsdichte!!!)
Fakten und Tradition:
1926 veranstaltete “The American Legion” und
“Department of Alaska” einen Wettbewerb in Alaskas Schulen um eine
Flagge zu entwerfen.
Der Entwurf von dem 13 jährigen Benny Benson setzte
sich durch.
Er schrieb zu seinem Entwurf: “Das Blau soll den
Himmel und die Staatsblumem das Vergißmeinnicht darstellen. Der Nordstern
soll die Zukunft und gleichzeitig die nordlichste Region der USA darstellen. Das
Sternbild soll einen Bären darstellen, der die Kraft Alaskas demonstriert.
Motto des Staates:
“North to the Futur” = “Im Norden liegt
die Zukunft”/ “Norden hin zur Zukunft”
Lied der Staates
(Flaggenlied):
Eight stars of gold on a field of blue
Alaslas flag. May mean to you
The blue of the sea, the evening sky,
The mountains lakes, and the flowers
nearby;
The gold of the early sourdoughs dream;
The prezious gold of the hills and streams;
The briliant stars in the northern sky,
The “Bear”- the “Dipper”- and,
shining high,
The great North Star with its steady light,
Over land and sea a beacon bright.
Alaska´s flag-to Alaskans dear,
the simple flag of a last frontier.
(von Marie Drake)
Der offizielle Vogel Alaskas:
Das Schneehuhn (seit 4.2.1955)
Der Fisch Alaskas:
Der Königslachs (seit 25.3.1963)
Die Staatsblume:
Das Vergißmeinnicht (seit 28.4.1917)
Der Leitbaum des Staates:
Die Sidkafichte (seit 1962)
Geschichte:
Mit höchster Wahrscheinlichkeit war das
Nordamerikanische Festland mit dem Festland Asiens vor 12000-40000 Jahren mit
einander verbunden. Heute hat
die Beringstraße (die Verbindung zwischen Asien und
Nordamerika) etwa eine Tiefe von 70 m. Durch den Anstieg des Meeresspiegels
wurde die
Verbindung zwischen den beiden Kontinenten jedoch wieder von
einander isoliert. Während der Zeit, in der es
möglich war über die Landbrücke in das neue Land einzuwandern,
machten sich viele auf den Weg in das neue
Land.
Richtig bekannt wurde Alaska allerdings erst vor ca. 250
Jahren, als der dänische Kapitän Vitus Bering 1741 das Alaska
entdeckte. Zu dieser Zeit fuhr er
unter Russischer Flagge. Die neu gekrönte Zarin
Elisabeth interessierte sich nicht für seine Entdeckung. Allerdings waren
die Kaufleute um so mehr
interessiert, als sie davon erfuhren, daß dort die
Seeotter leben. Sie ließen Expeditionen machen. Die Alëuter
mußten unter dieser Entdeckung sehr leiden, sie wurden versklavt und
ausgebeutet. Von ursprünglich 16000 überlebten gerade 2000-3000 das
Massaker. Heute ist nach ihm die zwischen Rußland und
Alaska verlaufende Bering Straße (Bering Strait) und
das Beringmeer
benannt(-nördlich der Alëuten
Inseln).
Das “Pelzfieber” trieb die Russen von Insel zu
Insel immer weiter nach Osten bis zu Festland. Allein auf den beiden
Pribilof-Inseln schlachteten die Russen
zwischen 1786 und 1830 drei Millionen Tiere ab. Innerhalb
von nur wenigen Jahrzehnten war der Seeotter fast ausgerottet.
Ein anderer Pionier war der Engländer James Cook. Nach
ihm wurde der Cook-Intel, die Meerenge vor Anchorage benannt. Auf seiner Suche
nach einer Nord
West Passage ging er vor dem heutigen Anchorage vor Anker.
Nach ihm ist auch das heute beste Hotel in Anchorage benannt. Anchorage
heißt übrigens
übersetzt Ankerplatz.
Zwischen 1799 und 1867 war Alaska eine russische Kolonie,
bis sie 1867 von dem damaligen Außenminister Seward für 7,2 Mio. den
Russen abgekauft
wurde. Es war wahrlich ein Spottpreis. Die Russen
wußten nicht, was ihnen an dem unerforschten und abgelegenem Land verloren
ging. Die Russen
machten sich an den Walfang, der zwischen Anfang und Mitte
des 19. Jh. einen Boom hatte. Doch schon wenige Jahre nach dem Verkauf Alaskas
waren
die Walbestände so weit eingegangen, daß die
Fänger immer weiter in das Nordpolarmeer vordringen mußten, um Wale
zu erreichen. Die Amerikaner ließen bald vom Fang ab und gingen nun an das
unerforschte Alaska. Bald stellte sich heraus, welche ein günstiges
Geschäft sie gemacht hatten.
Allein im Jahr 1903 erwirtschaftete man nur im Bergbau schon
das 10 Fache des ursprünglichen Kaufpreis. Man schätzt, daß bis
heute alleine nur durch
Fischfang und Bergbau schon 5 Milliarden US$ verdient worden
sein sollen. ¼ des US Bedarfs an Öl werden von alaskanischem Öl
gedeckt, das per Pipeline
nach Anchorage und danach weiter mit dem Schiff in die USA
gelangt.
Seit 1959 ist Alaska der 49. Bundestaat der USA. Davor stand
es unter einer Selbstregierung.
Viele Journalisten, insbesonders Horace Greeley, der
Herausgeber der New York Tribune stellten den Kauf Alaskas stark in Frage.
1880 finanzierte der deutsche Bergbauingenieur Georg Pilz
die Goldsuche, in dem er die beiden Mienenarbeiter Joe Juneau und Richard Harris
auf die Suche
schickte. Beide machten sich mit dem Kanu auf den Weg. Von
Sitka einer Kleinstadt am Pazifik, südöstlich von Juneau brachen sie
auf. Sie fuhren die Chathamstraße hinauf. An einem Bachzulauf
stießen sie dann tatsächlich auf Gold.
Nachdem die Zeitungen den Fund öffentlich machten,
brach ein Goldrausch aus. Viele Abenteurer suchten ihr Glück in der Suche
nach Gold. So entstand
innerhalb kürzester Zeit eine Goldgräberstadt mit
1200 Einwohnern, die nach Joe Juneau benannt wurde. Dampfer schafften die
Tausenden, die an das schnelle Glück durch Gold glaubten nach Alaska. 1886
wurde ein weiteres großes Goldvorkommen am Fortymile River, einem
Zufluß des Yukon gefunden. Noch mehr Menschen pilgerten nach Norden, und
schon bald fand man Scharen von Schürfern am Yukon sowohl in Alaska, als
auch im benachbarten Kanada.
Der größte Fund wurde 1896 am Klondike gemacht.
Drei Goldsucher hatten das Glück, die bislang reichste Goldader gefunden zu
haben. Allerdings war die
Zeit gar nicht so glorreich, wie es immer scheint. Die
meisten, die die Gebiete, in denen Gold gefunden wurde erreichten, mußten
deprimiert feststellen, daß
die besten Claims schon abgesteckt waren.
Sobald die Goldsucher verschwanden, weil die Ausbeute
knapper wurde, blieben Berge von Müll,zerschundene Flußufer und
Quecksilberversächte Flüsse zurück. Noch heute, kann man die
Narben von damals noch deutlich erkennen.
Nach Schätzungen wurde allein am Klondike Gold im Wert
von ca. 3000000 US$ gewonnen. Durch den Goldrausch wurde aber auch das Interesse
an anderen Rohstoffen gefördert. So kam es, daß ein Konsortium ein
Eisenbahnnetz anlegte, um das gewonnene Kupfer weiter transportieren zu
können. Als nach 30 Jahren die Rohstoffpreise stiegen, und
Fördermengen nachließen, verabschiedete sich der Zusammenschluß
aus dem Geschäft. Sie hinterließen die Geisterstadt Kennicott im
östlichen Alaska. Heute liegt sie im “Wrangell-Saint
Elias-Nationalpark undSchutzgebiet”.
Die gesamte alaskanische Geschichte und Wirtschaft wurde von
Raubbau an der Natur geprägt. Sogar die scheinbar unerschöpflichen
Lachsgründe waren
in den 50er Jahren fast erschöpft. Über Jahre
riegelten Fischeruntenehmen Flußmündungen ab und verhinderten so die
Regeneration der Bestände.
Durch die vielen Krisen im nahen Osten wurde das Erdöl
Alaskas interessant. Zwar konnte es 1950 noch nicht bewiesen werden, daß
es Erdölvorräte gäbe,
obwohl seit der Jahrhundertwende 165 Probeborungen
durchgeführt wurden. Trotzdem sicherten sich bis 1955 alle bedeutenden
Ölgesellschaften und
private Spekulanten insgesamt 20000 km² Pachtland.
1957 stieß die kleine kalifornische
Öl-Gesellschaft “Richfield Oil” auf das erste nennenswerte
Ölvorkommen Alaskas. Es lag unter Rentierweiden am Swanson
River 50 km südlich von Anchorage. Zwar gab die Quelle
täglich nur 140 Kubikmeter Öl aber trotzdem war es eine historische
Entdeckung. Durch diese
neuen wirtschaftlichen Perspektiven konnte man den Status
eines US Bundesstaates beanspruchen. 1959 konnten die Bewohner Alaskas dann
endlich ihren willen durchsetzen. Sie wurden als 49. Staat
aufgenommen.
Die Regierung gab den Ölgesellschaften anreize bei
ihrer Suche weiter nach Norden vorzudringen. Zugleich setzte die Regierung die
Aufhebung das
Bohrverbot in der nördlichen Küstenregion durch,
denn Teams des US Geological Survey hatten dort auf militärischem
Sperrgebiet Ölvorkommen gefunden.
Im Dezember 1967 stieß ein Bohrteam der
Atlantic-Richfield Company in Prudhoe Bay am Polarmeer auf Öl. Das
vorkommen zeigte sich mit 240000
Kubikmetern pro Tag als das bisher größte
Nordamerikas. Wegen Streitigkeiten um Gebietsansprüche der Ureinwohner
vergingen 10 Jahre, bis die
Ölgesellschaften mit dem Bau der 1300 km Langen
Pipeline nach Valdez fertig waren. Durch das viele Öl wurde Alaska sehr
reich. Während der Blütezeit
nahm der Staat durch Erdölsteuern und
Förderabgaben jährlich 4 Mill. US$ ein. Nur wenige Jahre zuvor betrug
das Budget gerade 400 Mio. US$. Auf diesen
plötzlichen Reichtum folgten nicht nur Glück
sondern auch Korruption und Verschwendung des Geldes.
Durch das Öl konnte Alaska nun die dringend
benötigten Schulen, Abwässerkanäle und Kulturzentren bauen. Aber
auch hier wurde Geld in überflüssige Projekte, wie z.B. für ein
landwirtschaftliches 100 Mio. US$ Projekt, das im rauhen Klima der Region zum
Scheitern verurteilt war.
Da das Öl für Alaska eine so wichtige Rolle
spielte, wurden Schutzmaßnahmen der Natur und regelmäßige
Ölalarm-Übungen vernachlässigt. Diese
Versäumnisse machten sich am 24. März 1989
bemerkbar, als der Öltanker Exxon Valdes auf Grund lief, 41 Mio. Liter
Öl verlor und damit die größte
Umweltkatastrophe Nordamerikas verursachte. Der Staat und
die Industrie ergriffen Sofortmaßnahmen, die jedoch nicht sehr hilfreich
waren.
Weil die Einkommen immer weiter fallen, hofft die Mehrheit
der Bevölkerung auf die Erschließung neuer Ölquellen. Die
republikanischen Abgeordneten machten sich in einer Kampagne dafür stark,
die Aufhebung eines Bohrverbots in einem 7000 km² großen
Küstenstreifen mit geschützter Tundra innerhalb der ArcticWildlife
Refuge durchsetzen. Doch die außenstehende US Bevölkerung macht sich
sorgen, daß durch Freigaben von Gebieten die Natur in Alaska zerstört
wird. Auf diese große öffentliche Diskussion wurde auch der damalige
President Bill Clinton aufmerksam. Er erklärte öffentlich, daß
er gegen eine Ausweitung des Ölabbaus in Alaska ist. Allerdings wird es in
der Zukunft wegen des Rechtsrutsches im Kongreß wohl Probleme geben, den
Standpunkt weiter durch zu setzen.
Ständig finden irgendwelche Kleinkriege statt, in denen
über die Freigabe von der Natur zur Ausbeutung die Rede ist.
Einige Politiker fordern noch immer freieren Zugang für
Bulldozer in geschützte Gebiete.
1980 hatte Jimmy Carter durch eine Unterschriftensammlung
bewirkt, daß fast ein drittel des Landes unter Naturschutz gestellt und
somit keinen Zugang der
“Boomer”(=Bulldozer)
zuläßt.
Bruce Babbitt war im Kabinett Clintons für alle
Naturschutzgebiete der USA verantwortlich. Zum Thema Alaska und derer
Zerstörung aus wirtschaftlichen
Gründen äußerte er sich einmal
folgendermaßen: “Wir haben eine furchtbaren Preis bezahlt, als wir
die lower 48 entwickelt haben. Wir haben Flüsse
eingedämmt, die Bisons abgeschlachtet, Wälder
niedergeholzt. Ich will nicht, daß Alaska diesen Preis ebenfalls bezahlt.
Alaska ist der letzte Ort mit einem
machtvollen intakten Ökosystemen und großer
regenerativer Natur. Wir müssen sie erhalten.“
Klima:
Auf drei Seiten ist Alaska von Meer umgeben. Neun Monate und
länger sind die Nordküsten des Landes vom Eis des Arktischen Ozeans
blockiert. Der Südteil
hingegen, der von der warmen Pazifischen Strömung
bespült wird, bleibt das ganze Jahr über eisfrei. Die Alëuten
Schwelle bildet nach Süden hin eine
höchst wirksame Barriere. Die pazifische Strömung
kommt nur schwach in das Beringmeer, daß deshalb sehr kalt ist. Der
Nordteil der Beringmeer ist die
Hälfte des Jahres über mit einer Treibeisdecke
überzogen ist. Für die Wetter- und Klimaverhältnisse in Alaska
sind die drei Meere von größter Bedeutung.
Allerdings verhindern die Gebirgsketten, die fast den ganzen
Südteil Alaskas bedecken, daß das Meer direkt auf das Klima
Einfluß nimmt. Insbesondere des
Meeres, das am wärmsten ist und aus dem Süden
heranströmt. Der feuchten Warmluft des Südens wird der Zutritt
verwehrt und damit ein ausgedehnter
Austausch zwischen dieser und der arktischen Kaltluft
über dem Festland verhindert. Auch die Brookskette im Norden schränkt
den Luftaustausch stark ein.
Das nach Norden und Süden abgeriegelte innere Alaskas
besitzt daher ein ausgeprägtes Kontinentalklima.
Die kalten Meere im Norden und Westen verstärken zudem
noch mit der lang dauernden Eisbedeckung das Kontinentalklima. Nur wenig
ist
ihr mildernder Einfluß auf einem schmalen
Küstenraum zu bemerken.
Die westlich und südwestlich des alaskanischen
Festlandes im Bereich der Alëuten haben durch eine Tiefdruckrinne einen
besonders harten Winter. Die
Südküste dagegen steht das ganze Jahr über
mehr oder weniger unter dem Einfluß warmer südlicher und
südwestlicher Luftströmungen. Von den Alëuten
wandern die Wirbelstürme, die in jeder Jahreszeit Klima
und Wetter eines Großteils ganz Nordamerikas beeinflussen, ostwärts.
Entlang der Küstengebiete
Alaskas werden sie nach Osten und Südosten
abgedrängt, wo sie sich schließlich im südlichen
British-Columbia und in der Gegend der Grenze zwischen
British-Columbia und dem Staat Washington dem
Kordillerenwall treffen.
An den hohen Küstengebirgen erreicht in Folge der
Thermik die Niederschlagsmenge vielerorts außerordentlich hohe Werte.
Südostalaska und das Küstenland British-Columbias gehören zu den
niederschalgreichsten Gegenden der gemäßigten Zone überhaupt.
Ketchikan, der südlichste der großen Orte Alaskas, ragt mit einem
Jahresmittel von über vier Metern hervor. Nach Norden und Westen nehmen die
Niederschläge, wie auch die Temperaturen ab. Sitka z.B. hat etwas über
zwei Meter. Kodiak 1,5 Meter. Die Zahl der Regentage beträgt im
Durchschnitt etwa 200 (Juneau 231) Auch der Schneefall ist
beträchtlich (Juneau über 2,5 Meter). Doch
schwankt die Schneemenge je nach der Lage der einzelnen Stationen
außerordentlich. Die zahlreichen
ausgedehnten Vorlandgletscher vermehren durch ihre
abkühlende Wirkung zweifellos lokal die Niederschlagsmenge. Überhaupt
sind die klimatischen
Unterschiede in dem gewaltigen Gebirgsbereich und um den
Golf von Alaska von Ort zu Ort sehr verschieden. Besonders im Inselgewirr der
Panhandle, wo
die Berghänge auf der Ozeanseite oft in dichte Wolken
gehüllt sind, während am inneren Ende der Wasserstraße
schönster Sonnenschein herrscht. Um so
größer die Entfernung von der Küsten ist, um
so weiter sinkt normalerweise die Niederschlagsmenge.
Der weit im Cook Intel gelegenen Orte Anchorage erhält
beispielsweise weniger als ½ m Niederschlag im Jahr, während das auf
der Halbinsel Kenai
gelegene, dem offenen Alaska-Golf zugekehrte Steward
über 1,5 m abkriegt. Der Großteil der Niederschläge besteht aus
Land- und Sprühregen der
vorzugsweise in den Herbst und Wintermonaten fällt,
aber auch die Sommermonate sind regenreich.
Mit den hohen Niederschlagsmengen im Küstengebiet ist
ein echt typischer ozeanischer Temperaturablauf verbunden. In Ketchikan
beträgt die jährliche
Durchschnittstemperatur +6,4 °C, das Mittel des
wärmsten Monats in (Juli) ist +14,2 °C, das des kältesten
(Januar) –1,5 °C. In Dutch Harbour auf den
Alëuten
liegt das Jahresmittel bei +4,3 °C ,in Anchorage im
innersten, schon weniger ozeanischen Abschnitt des Cook Inlet schwankt es
zwischen 0 und +1°C. Dabei
sind auch die Extremwerte nicht sehr hoch.
In Ketchikan beträgt nach langjährigen
Beobachtungen das absolute Maximum +35,6°C, das Minnimum
–22,3°C; im extrem ozeanischen Gebiet der stlichen Aleuten (Dutch
Harbour) liegen die entschprechenden Werte bei +26,6 und –15°C.
Obgleich die Aleutischen Inseln z.T. unter südlicherer
Breite liegen, als Südostalaska, weisen sie immer niedrigere Temperaturen
auf. Mit ewig
wolkenverhangenem Himmel und stetig einander folgenden
Stürmen besitzen sie ein für den Menschen höchst unangenehmes
Klima, in dem sich auch die
beiden einzigen Jahreszeiten Sommer und Winter, wenig
voneinander unterscheiden. Die starke Luftfeuchtigkeit ist ein Merkmal für
den gesamten Inselgürtel,so daß selbst die heftigen
Luftströmungen kaum eine austrocknende Wirkung auf die Vegetation aus
üben können. Eine Abnahme der Niederschlagsmenge,wie auch der
Temperaturen ist nach Westen hin zu erkennen. Besonders, wenn die Russischen
Komandeurs-Inseln in die Betrachtung mit eingeschlossen werden.
Der Eifluß durch die Luftströmung des Stillen
Ozeans macht sich bis zur Alaska-Kette teilweise stärker, teilweise
schwächer bemerkbar. Der Cook Intel wird dabei als eine art Schneise
für die Feuchte Luft genutzt. Somit ermöglicht sie den Zutritt zum
Gebirge. Wobei das Landesinnere fast unbeeinflußt bleibt.
Der Bereich um den Yukon herum weist starke
Temperaturextreme und wenig Niederschläge auf. Fairbanks hat ein
ungefähres Jahresmittel von –3°C das
Julimittel ist +16°C, das Januarmittel beträgt
–25°C. Die über Jahre hin Gemessenen extreme liegen jedoch
zwischen +37,2 und –51°C. Die jährlichen 30 cm Niederschlag
fallen fast nur im Sommer. Dasliegt an den Süd und Südost
Luftströmen. Der Schneefall ist sehr unterschiedlich aber nie hoch.
Allerdings ist es dafür sehr lange gefroren. Der Yukon z.B. ist im Bereich
des Polarkreises von Oktober bis in der Mai hinein zugefroren.
Nationalparks:
1.Anikchak National Monument and Preserve
2.Bering Land Bridgge National Preserve
3.Cape Krusenstern National Preserve
4.Denali National Preserve
5.Gates to the Arctic National Park and Preserve
6.Noatak National Park und Preserve
7.Kobul Valley National Park
8.Glacier Bay National Park and Preserve
9.Katmai National Park and Preserve
10.Kenai Fjords National Park
11.Lake Clark National Park and Preserve
12.Wrangell-Saint Elias National Park and Preserve
13.Yukon-Charley Rivers National Preserve
Flora und
Fauna:
Kurz nach dem Ende des Winters beginnt, wie es einem scheint
ohne Übergang Frühling und Sommer zugleich. Aus dem Boden
sprießen die Farbigsten
pflanzen, wie man es dem Polarkreis nie zugetraut
hätte.
Viele uns auch in Europa bekannte Pflanzen wachsen in
Alaska. Man findet an den Hängen der Gebirge eine üppige Alpine- und
Subalpineflora. Die Höhe
unserer 1500-2000m entspricht in Alaska etwa der Höhe
von 500m. Hier findet man schon den blauen und weißen stengellosen Enzian,
die Alpenrose, die
kleinere Alpin Azalee, die gelbe Heide, die Glocken- und
Moosheide, Beerenstauden, von denen sich das Feldschneehuhn enähert, die
Tschuktschen-Primel,Alpenveilchen, sibirischer Phlox und natürlich das
Vergißmeinnicht. So viel, um nur einen kleinen Teil des Sortiments zu
nennen.
Alle in Alaska lebenden Tier sind vorsichtig und Scheu. Man
kann eigentlich nicht damit rechnen, auf einer Wanderung auf ein Tier zu
treffen. Doch trotzdem
verbirgt sich hinter den dichten Wäldern ein reges
Tierleben. Wenn die Tiere jedoch einen Menschen wittern verschwinden sie meist.
Auch große Sägetiere, wie z.B. der Bär, der eindeutige Herr in
der Tierwelt Alaskas und der Elch.
Die Karibus, die in den Tundrenwäldern leben, finden
sich vor Einbruch des Winters zu großen Herden zusammen, um dann den Zug
nach Süden anzutreten. Das weiße Dallschaf und die Schneeziegen in
den Bergen und natürlich auch
der Wolf, der von allen genannten im Sommer der am wenigsten
gesehene ist. Auch Wale und die verschiedensten Zugvögelarten kann man hier
finden.
Durch die besonderen Flächenstrukturen, die ineinander
übergreifen wird diese erstaunliche Artenvielfalt unterstützt.
Bären sind so gut wie nie in Gruppen zu sehen, nur mit
sehr viel “Glück” und zur richtigen Jahreszeit hat man die
Chance sie anzutreffen.
Das wilde Ren ist nicht mehr wie früher im ganzen Land
verteilt, sondern bewohnt mittlerweile nur noch die Hälfte des Landes. Doch
trotzdem ist Alaska
immer noch das Wildreichste Land der nördlichen
Erdhalbkugel.
Innerhalb des Bereiches der Taiga- und Tundragürtels
der Nordkontinente besitzt Alaska allerdings eine bevorzugte Stellung. Neben der
Unberührtheit spielt die Vielseitigkeit eine große Rolle. Tundra,
verschiedenartigster Wald und Gebirge greifen ineinander über. Diese
Konstellation in Verbindung mit den
unterschiedlichsten Klimas geben Alaska seine Einmaligkeit.
Verkehr:
Das Straßennetz ist dünn und endet nördlich
von Fairbanks. Rückgrad des Verkehrs ist der 1942 im Rahmen der
Verteidigungsbemühungen Amerikas im
zweiten weltkrieg erbaut Alaskan Highway, der von Dawson
Creek/ Alberta durch Kanada nach Fairbanks über eine Strecke von 2430 km
führt. Das
gesamte Highway-Netz umfaßt 1984 15315 Meilen.
Es gibt Eisenbahnlinien, die Seward über Anchorage mit
Fairbanks verbindet und 470 Meilen lang ist.
Hauptvekehrsmittel ist das Flugzeug. Rund 12000
geprüfte Buschpiloten und über 200 Lufttaxiunternehmen stehen zur
Verfügung. Etwa 9500 Kleinflugzeuge
sind registriert und 1000 Flugzeuge, respektive Landepisten.
Auf 56 Einawohner kommt ein Flugzeug, und jeder 46 Einwohner ist Pilot.
Allerdings wird der
hoch Moderne Flughafen Anchorages nicht von den
Privatpiloten genutzt. Auch die großen Linienflugzeuge fliegen Anchorage
nicht als Endflughafen an.
Meistens machen sie hier nur einen Zwischenstopp und fliegen
nach einem kurzen Aufenthalt weiter. Ihr Endflughafen liegt meist in Japan. Die
Privatpiloten landen meist aus umliegenden Seen, auf denen sie keine
Gebühren Zahlen müssen.
Wirtschaft:
Wichtige Bodenschätze sind Antiomon, Chrom, Eisen,
Gold, Kobald, Kohle, Kupfer, Molybden, Nickel, Öl, Platin, Quecksilber,
Titan, Wolfram und Zinn. Von den in den USA als wichtig bezeichnet 33 Mineralien
soll in Alaska nur ein einziges fehlen. Erst seit wenigen Jahren wird das
Öl durch eine Pipeline aus dem Norden Alaskas über 1270 km zum
Pazifikhafen Valdez transportiert. Die Ölvorkommen nördlich der Brooks
Range werden auf 120 Mill. Hektoliter geschätzt.
Große Reserven stecken in den bisher kaum genutzten
Wasserkräfte des Landes. Mehr als die Hälfte der Welterzeugung an
Büchsenlachs stammt aus Alaska. Nach dem Lachs ist der nächst
Bedeutende des Landes der King-Carb.
Nicht unerwähnt bleiben sollte das immense
ökonomische Gewicht der militärischen Stationierung aufgrund der
startegischen Bedeutung des Landes. Von den 500 Mio. US$ Bruttosozialprodukt
entfallen 300 Mio. auf das Verteidigungsbudget. 1939 lagen 524 Mann USA-Truppen
in Alaska, 1941 3000 und 1943 152000 zuzüglich 74000 Zivilpersonen. 1987
lagen ca. 45000 Mann im Lande. Zelluloseholzwirtschaft, Jagd und Pelzerzeugung
sowie Fremdenverkehr sind mehr und mehr ins Gewicht fallende Witschaftsfaktoren.
1986 sind 211687 Jagdlizenzen mit einem Gegenwert von 4,28 Mio. US$ vergeben
worden.
Der Tourismus ist ein sehr wichtiger Wirtschaftszeig
Alaskas.Besondere Atracktionen sind die National-Parks.Durch diese wird versucht
den Touristen ein Eindruck dieser Wildnis zu geben und ihnen die Notwendigkeit
der Erhaltung vor Augen führen
soll.(Prinzip:Kennenlernen-Schätzenlernen!!!)
Ein Nationalpark bietet die Aktion„ Wolfsgeheul zur
Geisterstund „ für Touristen an .
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Es ist ja so,seit wir aus dem Märchen wissen sollen,
daß der böse Wolf das arme kleine Rotkäppchen gefressen haben
soll, haftet der ganzen Gattung ein gefährliches Image an. Der Kobul Valley
National Park und das Wild Life Reserve versucht das zu ändern und
veranstaltet
„Wolfsnächte“. Zunächst steht ein
Vortrag auf dem Programm, bei dem versucht wird, die Mythen über die
bösen Wölfe abzubauen. Dann geht’s in die Natur, genauer gesagt,
in den dunklen Park. Natürlich gemeinsam mit ausgebildeten Führern,
die mit eigenem Heulen die Wölfe rufen, bis eine Antwort aus dem Finsteren
kommt. Ein faszinierendes Erlebnis, das sicherlich so manchem Lauscher einen
kalten Schauer über den Rücken jagt. Das Wolfsgeheul findet einmal in
der Woche im Sommer statt und ist kostenlos. Der genaue Termin muß vorab
erfragt werden – schließlich haben Wölfe keinen Terminplan.
Auch tagsüber bietet der Park jede Menge Aktivitäten wie Fischen,
Kanufahren, Mountainbiken und Campen. Das Motto ist:Gebt den Wölfen eine
Chance - schließlich sind sie ja die Vorfahren unserer geliebten
Haustiere!
Alaska ist nicht nur der flächengrößte Staat
der USA, sondern auch der teuerste, mit Preisen, die um 25 bis 30% über
denen im übrigen Amerika liegen.
Zugleich weist Alaska die höchste Arbeitslosenquote der
USA auf.
Quellennachweis:
Alaska Ziel meiner Träume, Wolfgang de
Haan,Neumann-Neudamm
Alaska, E. Marsch und U.Ackermann, Reich
Verlag
Alle Länder unserer Erde, Das Beste GmBH
Weltalmanach ´97, Fischer
Versch. Engl.Infoblätter
Geo Special ALASKA, Peter Mathias Gaede, Gruner +
Jahr
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