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Schiller, Friedrich: Wallenstein
Referat für den LK Deutsch - gehalten am
14.10.97 von Klaus Schurg
Marbach 10. Nov.1759
Friedrich Schiller Weimar 9. Mai 1805
Wallenstein
Gliederung:
- Entstehung des Dramas
- Historische Person Wallensteins
- Inhaltsangabe
- Aufbau und Sprache
- Intention des Stückes
- Entstehung des
Dramas:
1786 Schiller beginnt vertieftes Studium der
Geschichte.
1789 Schiller wird Professor der Geschichte
(Philosophie) in Jena.
1790 Arbeit an der “Geschichte des
Dreißigjährigen Kriegs”
1791 Erste Erwähnung des Vorhabens, ein
Wallenstein Drama zu schreiben.
1794 Abfassung einiger “Wallenstein” -
Szenen in Prosa.
1796 Endgültige Entscheidung für
“Wallenstein” gegen “Die Malteser”
1797 Fertigstellung des 1. Aktes. Auf Goethes Empfehlung
Dreiteilung des Stückes
1798 Bis März: Abschluß des Tods und der
Piccolomini
September: Aufteilung auf zwei Teile nach Goethes Rat;
Änderung von “Wallensteins Lager” für selbstständige
Weimarer Aufführung.
12. Oktober: Uraufführung von “Wallensteins
Lager” zur Wiedereröffnung des umgebauten Weimarer
Hoftheaters
1799 30. Januar Uraufführungen von
“Piccolomini”
2. Juli Aufführung von “Wallensteins
Tod”
1800 Erscheinen der “Wallenstein” -
Trilogie bei Cotta
1802 Gedicht “Thekla. Eine Geisterstimme”
als Schillers Antwort auf Fragen was aus der geflüchteten Thekla wohl
geworden sei...
Heute ist nur die Ausgabe die bei Cotta entstand
maßgebend.
"Wallenstein" ---- Schiller war dabei
krank.
- Historische Person
Wallensteins:
- geb.: 24.9.1583 in Gut
Hermanitz, Nordböhmen Albrecht Wenzel Eusebius von, Herzog von Friedland
(1625) u. Mecklenburg (1627), Fürst von Sagan (1627)
- Tod: 25.2.1634 Eger
(ermordet)
- Seit 1604 im
militärischen Dienst der
Habsburger,
nach Krieg gegen Venedig,
wurde Wallenstein kaiserlicher Oberst u. in den Grafenstand
erhoben.
- 1606 tritt er zum
Katholizismus über.
- 1623 Vermählung mit
Isabella Katharina von Harrach, anschließend erhebt ihn Kaiser Ferdinand
in den Reichsfürstenstand u. seinen gewaltigen Länderkomplex zum
Herzogtum Friedland
- K. Ferdinand im
Dreißigjärigen Krieg in Bedrängnis; durch Niedersächsischen
Bund 1625
- Wallenstein bietet sich an auf
eigen Kosten ein Heer mit 40000 Mann auszurüsten u. zu besolden, wofür
er unbedingte Vollmacht zur Erhebung von Geld u. Naturalien in den eroberten
Provinzen des Reichs verlangte.
- 1627 eroberte er Mecklenburg,
Holstein, Schleswig und Jütland.
- Kaiser F. verlieh ihm deshalb
das Herzogtum Mecklenburg sowie das Fürstentum Sagan.
- Kaiser F. lehnte W’s
Pläne zur Errichtung der absoluten Monarchie im Reich, Gewährung
religiöser Toleranz u. Vertreibung aller fremden Mächte
ab.
- 1630 erzwangen Spanien, die
Jesuiten, Maximilian v. Bayern und andere Dt. Fürsten W’s
Absetzung.
- Trotzdem übernahm
Wallenstein erneut den Oberbefehl über die Kaiserlichen Truppen, gerufen
von Ferdinand II und schlug die Schlacht bei Lützen.
- Wallenstein verhandelt mit
Schweden, Brandenburg und Sachsen und wird dadurch am Wiener Hof
verdächtig.
- Ein kaiserliches Patent vom
24.1.1634 bezichtigt ihn des Verrats und er wird für Vogelfrei
erklärt.
- In Eger wurde er von einem
irischen Hauptmann erstochen.
Das Urteil der Geschichte über Wallenstein ist
schwankend.
+ militärische Genialität - Ehrgeiz
+ politische Weisheit - Gewinnsucht
- Verkennung der tatsächlichen Machtver-
hältnisse
Wallenstein war der erste militärische Unternehmer,
der Kriegsführung und Versorgung der Armee nach wirtschaftlichen
Gesichtspunkten plante und durchführte.
Sein Schicksal wurde in der Literatur des öfteren
behandelt.
- Inhaltsangabe:
1.Wallensteins
Lager:
- Welt des Soldatenlagers in
Pilsen, Bauer mit Sohn schleicht sich ins Lager um mit falschen Würfeln
Geld zu machen.
- neue Charaktere die das
Soldatenleben bildhaft machen sollen
- Vermutungen über
politische Vorgänge werden ausgetauscht, doppelte Löhnung
- Diskussion über
Wallensteins Erfolge (Unverwundbarkeit = Salbe aus Hexenkraut, Besuch vom grauem
Männlein ); ein Jäger bezeichnet ihn als Weltbrandstifter, er wollte
ein Reich von Soldaten gründen.
- Mönch tritt auf und
wettert gegen die Sittenlosigkeit der Soldaten, erst als er Wallenstein
persöhnlich als Gottlos angreift wird er aus dem Lager
geworfen.
- Bauer wird als Falschspieler
entlarvt und er soll gehängt werden wird aber dann laufen
gelassen
- Nachricht von Auflösung
des Lagers erschüttert Soldaten sehr, Soldaten sollen in die Niederlande,
sind auf Wallenstein eingeschworen nicht auf den Kaiser, denn er ist Garant
für ihren “Wohlstand”.
- Verwirrung bei Soldaten da
Wallenstein einerseits absolute Gewalt hat andererseits dem Kaiser Untertan
ist.
- Die Piccolomini: 1. Aufzug:
- Besprechung mit
Regimentsobersten; Oberst Max Piccolomini, Sohn von Octavio Piccolomini,
W’s Gattin die Herzogin von Friedland,
- Max ist Bewunderer von
Wallenstein
- Octavio ist Vertrauter
Wallensteins, dem Kaiser ergeben und wird insgeheim als Wallensteins Nachfolger
gehandelt, wenn dieser wie geplant gestürtzt wird.
- Max erkennt, daß das
Mißtrauen am Hof den Aufstand W’s
provoziert.
2. Aufzug:
- Saal des Herzogs von Friedland
- Wallensteins 1.
persöhlicher Aufritt, Begrüßungde Herzogin (seiner Frau) die von
eine 2. Bevorstehenden Absetzung berichtet.
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