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Fontane, Theodor (1819-1898)
Intern: Biographien: Theodor
Fontane
Theodor Fontane ist der bedeutendste Vertreter des deutschen Realismus.
Geboren in Neuruppin, das nördlich von Berlin gelegen ist, als Sohn eines
Apothekers hugenottischer Abstammung, wurde er Apothekerlehrling in Berlin, das
sein bleibender Wohnsitz wurde. Seinen erlernten Beruf übt er bis zu seinem
30. Lebensjahr aus. Kurze Zeit später versucht er sich als freier
Schriftsteller, aber die Verantwortung für Frau und Familie zwangen ihn in
die bürgerliche Existenz eines Journalisten. Als solcher berichtete er
über die zeitgenössischen Kriege. Er schuf sich einen Namen mit
Theater-, Kunst- und Literaturkritiken bei verschiedenen Zeitungen, aber erst
der "alte Fontane" zwingt der Nachwelt Bewunderung und Begeisterung
auf.
Mit 55 Jahren schafft er es endlich sich als freier Schriftsteller zu
etablieren und vielleicht erreichte er durch seine Entwicklung erst im Alter das
große Talent. Auch seine Reisen nach England dürften dazu beigetragen
haben.
Immer wieder beschäftigte ihn der Niedergang des preußischen
Landadels angesichts des aufkommenden modernen Industriezeitalters. Er behandelt
in seinen realistischen Romanen Standes- und Ehekonflikte, die Diskrepanz
zwischen Gesellschaft und dem einzelnen, sowie politische und soziale
Fragen.
Fontane ist ein Meister der differenzierten Milieuschilderung und
Menschendarstellung. Erwähnt sei auch die Alterslyrik, die in ihrer
Aussagekraft der späteren Prosa in nichts nachsteht.
Seit den sechziger Jahren unseres Jahrhunderts erfuhren Fontanes Werke eine
Renaissance, nicht zuletzt durch zahlreiche Verfilmungen. Besonders Effi Briest,
das Werk über welches ich hier sprechen werde, hat sich immer wieder als
Filmstoff angeboten:
z.B. hat Werner Fassbinder 1974 einen Film über dieses Thema
gedreht.
Werke:
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Schach von Wuthenow
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Die Poggenpuhls
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Unterm Birnbaum
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Frau Jenny Treibel
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Der Stechlin
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Irrungen Wirrungen
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Cecile
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