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Hongkong
Hongkong ist eine britische Kronkolonie, d.h.: die Gesetzgebung und
Verwaltung untersteht dem von der Krone direkt ernannten Gouverneur oder Rat.
Die Kolonie liegt im Süden Chinas in der Provinz Kuangtung. Die Fläche
Hongkongs mit den New Territories beträgt 1070 Km x Km, im Gegensatz zu
Schweiz, deren Fläche 41´288 Km x Km hat, beide haben über 6 Mio.
Einwohner.
Hongkong umfasst neben den umliegenden Inseln den größtenteils
der gegenüberliegenden Halbinsel Kowloon. Sie ist der wichtigste
Einfuhrhafen Chinas.
Wie wurde Hongkong zu britischen Kronkolonie?
England erhoffte sich hohe Handelseinnahmen aufgrund der Opiumeinfuhr von
Indien nach China. Durch den Sieg der Engländer im Opiumkrieg im Jahre
1840- 1842 über die Chinesen erzwangen die freie Ausübung des fremden
Handels und die Öffnung der Häfen und die Abtretung der Insel
Hongkong. Im Jahre 1842 wurde die Abtretung Hongkongs rechtskräftig. 1843
wird Hongkong zur britischen Kronkolonie. 1860 erweitern die Engländer
ihren Besitz um Kowloon. 1898 werden die New Territories hinter Kowloon
eingegliedert. Die Briten schliessen einen 99- jährigen Pachtvertrag
Pachtvertrag mit China. Ab jenem Zeitpunkt war Hongkong britisch. Die britische
Kronkolonialzeit wird am 1. Juli 1997 zu Ende gehen, da der Pachtvertrag dann
abläuft, und die New Territories, mit Hongkong, da sie vom Festland
abhängig ist, an China zurückgeht. Erst durch die Koloniserung konnte
Hongkong zu einer der wichtigsten Wirtschaftsmetropole aufsteigen, da ansonsten
der freie Handel mit der ganzen Welt unter chinesischer Führung nicht
gewährleistet werden konnte.
Die Politik Chinas/ Die Stimmung in Hongkong / Zukunftsaussichten
China war zwar schon immer das Bevölkerungsreichste Land der Erde,
doch vor wenigen Jahrzehnten war sie noch ein machtloser Spielball
europäischer Kolonisten. Politisch und wirtschaftlich bestimmten vor allem
Europa und die USA das Weltgeschehen, China war ein machtlos schlafender Riese
der hilflos mit ansehen musste wie europäische Mächte sich strategisch
wichtige Stützpunkte im eigenen Land errichteten. Durch die Aufrüstung
mit Atomwaffen erregte China erstmals die Augen der westlichen Welt auf sich.
Aus einer militärisch gesehen eher unbedeutenden Streitkraft wurde erstmals
eine ernsthafte Bedrohung, sie wurde zur Atommacht. Spätestens seit dem
Tode von Mao-tse-tung und mit der Öffnung der Wirtschaftspolitik nach
aussen im Jahre 1977, ging es mit China wirtschaftlich gesehen aufwärts.
Heute gehört China, wie auch überhaupt ein grossteils Asiens, zu einer
wirtschaftlichen und politischen Grossmacht.
Napoleon sagte einmal: “ Wenn China erwacht, erbebt die Welt.”
Ich denke es ist soweit die Welt wird im kommenden 1. Juli erzittern, wenn
Hongkong wieder an China zurückgeht. Die Frage warum China trotz
zahlreicher Verhandlungen mit England auf die Übergabe Hongkongs am 1. Juli
dieses Jahres besteht liegt einmal sicher darin, die neuntgrösste
Exportwirtschaftsmacht der Welt unter ihre Fittiche zu haben. Mit dieser
Wiedervereinigung wird aus China ein noch mächtigerer Wirtschaftsgoliath
entstehen, als sie uns heute bekannt ist.
Grosschina ist nicht nur der menschenreichste, sondern auch der
devisenreichste Staat der Welt. Über 100 Milliarden Dollar Geldreserve
verfügt heute schon Peking, alleine Hongkong wird noch einmal mehr als 55
Milliarden Dollar hinzufügen, eine Reserve über die nicht einmal
Deutschland und die USA zusammen verfügen. Dass um Hongkong
vergrösserte China könnte, wenn es seine Wachstumsrate von etwa 10%
hält, in 10 Jahren die USA als grösste Wirtschaftsmacht
Überholen. Durch diese Ehe wird die Volksrepublik China eine ganz andere
Position in der Welt beziehen als sie heute ist. 1997 wird China, eine neue
Weltmacht in die Weltgeschichte eingehen, sie betritt die internationale
politische Bühne mächtiger als je zuvor. Ein weiterer Grund wieso
China Hongkong niemals den Briten überlassen würde, liest an einer
neuen Denkweise Chinas. Da sie sich der neuen atomaren und wirtschaftlichen
Macht durchaus bewusst ist, versucht China nun die Teile Asiens zurück zu
gewinnen die früher einmal zu China gehörten, diese Rücknahme
nennt es die Wiedervereinigung.
Wirtschaftlich gesehen befindet sich China im Aufschwung, die Achtung der
Menschenrechte befinden sich nach wie vor dem Tiefpunkt, Die Massnahmen der
kommunistischen Regierung gegen stossen aber immer auf heftige Kritiken aus dem
Ausland. Persönliche Rechte und Presse- und Meinungsfreiheiten sind in
China teilweise immer noch Fremdwörter. Wer mit der Masse mitschwimmt wird
nicht belästigt, Regimekritiker werden hingegen gnadenlos verfolgt. Ein
trauriges Beispiel für die Kaltblütigkeit eines totalitären
Sattes liefert das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking im
Jahre 1989.
Die Stimmung in Hongkong ist zur seit sehr gespannt, es herrscht absolute
Unsicherheit unter den Menschen, die Angst der HK- Chinesen ihre
persönlichen Rechte und Freiheiten zu beim Einmarsch der Kommunisten zu
verlieren treiben viele ins Ausland ab, in die Abwanderung nach England, da sie
laut Pass englische Staatsbürger sind, oder nach Nordamerika. Die
Massenpanik verursacht eine Massenflucht, es sind hauptsächlich Personen
aus der High- Society, und Menschen aus dem Mittelstand die über
genügend finanzielle Mittel verfügen um auswandern zu können.
Zurück bleiben die einfachen Leute, die nur darauf hoffen oder fast daran
glauben müssen dass sie ihre persönlichen Rechte bei der Übergabe
behalten können, da sie gar keine andere Wahl haben. Dass China die Presse-
und Meinungsfreiheit nicht einschränken wird, ist tendenziert eher in die
entgegengestzte Richtung. Schon vor einem Jahr riet die chinesische Regierung in
einem offiziellen Schreiben diversen Hongkonger- Zeitungen zur grösseren
Vorsicht auf, und besser Pekingfreundlichere Artikel erscheinen sollten,
Kritiken gegenüber der chinesischen Führung werde Konsequenzen
für die Zeitungen nach der Übergabe haben. Schon
heute mischt sich Peking in die politischen Handlungen Hongkongs ein, zwar
verspricht sie, dass das kapitalistische Gesellschaftssystem beibehalten wird ,
jedoch demokratische Wahlen vorerst nicht geduldet wird, das demokratisch
gewählte Parlament von Hongkong wird also am 1. Juli mit dem letzten
Mitternachtsschlag aufgelöst.
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