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Kipphardt, Heiner: In der Sache J.R.Oppenheimer
Corbinian Lehner / Klasse : 10A
Hausaufsatz "In der Sache J.R.Oppenheimer" von Heiner
Kipphardt
In dem Stück "In der Sache J.R. Oppenheimer" von Heinar
Kipphardt geht es um den Physiker Oppenheimer, dem in einem
Untersuchungsverfahren der amerikanischen Regierung vorgeworfen wird, die
Entwicklung der Wasserstoffbombe hinausgezögert zu haben. Er habe damit das
gesamte amerikanische Volk gefährdet und unloyal gegenüber seiner
Regierung gehandelt. In diesem Untersuchungsverfahren wird unter anderem auch
Edward Teller, ein weiterer Physiker, vernommen, der beauftragt war, mit
Oppenheimer zusammen die Wasserstoffbombe zu entwickeln.
Teller äussert sich zu Oppenheimers Person sehr
positiv. Er bezeichnet Ihn als einen Menschen, der "die Fähigkeit" hat
"andere zu begeistern" (S.96). Er selber liess sich von dem Projekt der
Wasserstoffbombe begeistern. Er erkennt aber auch rasch, dass Oppenheimer "nach
Hiroshima der Ansicht war, dass dies nicht mehr die Zeit wäre, ein solches
Programm zu verfolgen" (S.98). Diese Stimmung bezeichnet er allerings als noch
normal in den Riegen der Wissenschafter (S.98).
Er beschuldigt Oppenheimer nach 1949 nicht mehr in Los
Alamos geblieben zu sein und damit nicht mehr den Bau der Wasserstoffbombe
vorangetrieben zu haben.
"Wenn Dr. Oppenheimer in Los Alamos geblieben wäre,
wenn er dieses Prgramm unterstützt hätte, dann hätten auch andere
fähige Leute mitgemacht, wenigstens so viele, wie wir 1949 unter viel
schwereren Umständen zusammengebracht haben." (S.98).
Im Gegensatz zu diesen Behauptungen hält Teller aber
Oppenheimer auch für zumindest subjektiv loyal, wie er auf Seite 105 sagt.
Objektiv hat er so seine Zweifel, da Oppenheimer die falschen Ratschläge an
das Land erteilt haben soll. (S.105)
Seinem äusseren Auftreten nach zu schliessen stellt E.
Teller nicht den typischen Wissenschaftler dar. Er entspricht eher "dem Bild
eines Künstlers" ..."als dem eines Gelehrten." Er wirkt mit seinen grossen
Augen, seinen dichten Augenbrauen und seinen dunklen Haaren (S.95)
vertrauenserweckend, bewegt sich aber hektisch und spricht auch schnell, (S.96)
was auf Nervosität hinschliessen lässt. Er ist behindert, da er seinen
rechten Fuss bei einem Unfall verloren hat, trägt aber anscheinend eine
Prothese. Trotz seiner Nervosität tritt er unheimlich selbstsicher auf. Auf
die Fragen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung gibt er meist klare und
prägnante Antworten.
In seinem Beruf ist Teller voll aufgegangen. Er ist schnell
begeisterungsfähig (S.96)
und kennt sich sehr wohl in dem politischen System aus, dem
er unmittelbar unterstellt ist. Au Verzweiflung an der Sturrheit Oppenheimers
verlässt er im Februar 1949 Los Alamos und ist seitdem "gelegentlich" und
"nur als Berater" in Los Alamos tätig gewesen (S.100). Deswegen
schätze ich auch seine Chancen, Oppenheimer wirklich kennengelernt und
seine Meinung zur "Super" wirklich einschätzen zu können als relativ
schlecht ein.
Teller tritt hier als Zeige auf, der Oppenheimer schwer
belastet. Am Ende des Stückes wir Oppenheimer daher die Sicherheitsgarantie
entzogen. Zu entscheiden ob das ein Fehler ist oder war, war es zu spät,
die erste Atombombe war bereits gefallen, und die Wasserstoffbombe lag bereits
in den Lagerhallen der Amerikaner.
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