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Weltwirtschaftskrise 1929-1932/33
Andreas Heubach K12 14.4.99
Weltwirtschaftskrise
1929-1932/33
Allgemeines:
Diese Krise betraf hochentwickelte Länder Westeuropas und die USA
nicht so sehr schlimm wie weniger entwickelte wie Canada, Japan, Argentinien,
afrikanische Länder, Asien. Viele Länder erlebten den völligen
Zusammenbruch ihrer Wirtschaft und nur wenige kamen mit einem blauen Auge
davon.
Gründe und Erklärung:
- liegen in der allgemeinen
Überproduktion sowie in der rückständigen Währung, Kredit
und Außenhandelspolitik
- Strukturelle Probleme die durch den
Übergang zur Massenproduktion während der 20 Jahre hervorgerufen
worden ist und ihrerseits in technologischen Veränderungen,
Bevölkerungswachstum und einer neuen Einkommensverteilung begründet
waren.
Auswirkungen auf weniger entwickelte
Länder:
- Diese Abhängigkeit von ausländischen
Märkten machte solche Länder anfällig bei Veränderungen der
internationalen Wirtschaftslage.
- Dazu kommt noch, daß natürliche
Rohstoffe durch Kunstprodukte ersetzt wurden, sowie Dünger, Seide und
Leichtmetalle.
- Geringes Bevölkerungswachstum sowie der
Bevölkerungsverlust während des Krieges verringerten die Nachfrage
noch zusätzlich.
- Weltweit wurden die Agrarflächen nach dem
1.WK vergrößert und die Nutzung der Rohstoffe intensiviert, wobei
eine Überproduktion eintrat. Bei Weizen, Zucker, Kaffee, Gummi, Zinn, Blei,
Wolle fielen die Preise ins Bodenlose.
- Dennoch blieben die Preise für Fleisch,
Milchprodukte, Obst, Gemüse, Fette, Kakao, Kupfer und Erdöl
stabil.
Industrieländer:
- Die Krise hatte schlimmste Auswirkungen in den
Industrieländern, von 16 führenden Ländern fielen dies um 17% und
die USA hat es noch schlimmer getroffen mit 45%, dagegen hatte Westeuropa ein
knappes Drittel.
- In diesen Ländern gingen durch diese
Krise die Einfuhren sowie die Ausfuhren drastisch zurück.
- Dadurch entstanden immer mehr Arbeitslose, in
den USA, Dänemark, Norwegen und Deutschland war jeder dritte arbeitslos.
- In dem wichtigsten industriellen Zentrum, den
USA nahm die Lawine ihren Anfang, wobei der Börsencrash eine tragische
Folge war.
Börsencrash:
- Der enorme Betrieb an der NY Wall Street von
1928 hatte eine nie da gewesene Spekulation ausgelöst und schließlich
im Zusammenbruch der NY Börse im Oktober 1929 geendet.
- So ist dieser Börsenkrach an der Wall
Street zu einem Symbol für die WWK geworden.
- Am so genannten “Schwarzen
Freitag” dem 25.10.1929 wurden an der Börse beinahe 13 Millionen
Aktien verkauft und die Preise fielen schneller als an irgend einen anderen
Börsentag in der Geschichte.
- Der Zusammenbruch kam letztendlich als die
ausländischen Investoren und die amerikanischen Banken ihr Geld vom NY
Markt abzogen.
- Durch ein Darlehn, mit dem die Aktien gekauft
worden waren, wurden viele Menschen in den Ruin getrieben, da sie beim Verkauf
ihrer Anteile dieses Darlehn nicht mehr zurückzahlen
konnten.
Finanzieller Kollaps:
- Der plötzliche Abzug von hohen
Kapitalsummen stürzte deutsche Banken in große Schwierigkeiten.
- Um den totalen Zusammenbruch des deutschen
Bankensystems zu verhindern, mußte die Reichsregierung die Banken durch
Aktienkäufe unterstützen.
- Die Banken mußten sogar ihre Kredite
zurückrufen um überleben zu können.
- Zwischen den Jahren 1930-33 kollabierten bis
zu 9000 amerikanische Banken.
- Die Mittel und Osteuropäische Bankkrise
griff auch auf den Londoner Geldmarkt über, innerhalb weniger Monate war
das Pfund um 30% gegenüber dem Dollar gefallen.
- Durch die Auflösung der Goldreserven
durch GB entwickelte sich ein weiterer Schock für die WW.
- Als Amerika dann auch noch seine Goldreserven
auflöste, war dies das Ende der internationalen Währungssystems.
- Nur wenige Länder hielten am Gold fest,
darunter waren Polen, Italien, Frankreich, Belgien und Schweiz.
Deutsche Sparmaßnahmen:
- In Deutschland versuchte Reichskanzler
Heinrich Brüning 1930/31 durch die Anwendung einer konsequenten Sparpolitik
den Staatshaushalt auszugleichen.
- 1930 wurde die Einkommenssteuer erhöht,
außerdem stiegen die Steuern bei Genußmitteln.
- Dies war dennoch durch höhere
Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, Kürzung von
Beamtengehältern, Altersrenten sowie Sozialleistungen trotz Rückgang
der Staatsausgaben um 1/3 erfolgslos.
Folgen für
Europa:
- Erster Schlag: Kürzung der
Auslandskredite 1928/29 durch die USA. Die Preise im Exporthandel fielen
drastisch, dadurch waren viele hochentwickelte Industrieländer auf
ausländische Kredite angewiesen.
- Zweiter Schlag: Zusammenbruch der
amerikanische Wirtschaft, was weitere Kürzungen der Auslandskredite zur
Folge hatte, dadurch nahmen auch die Einfuhren deutlich ab.
- Dritter Schlag: Erhöhung von
Einfuhrzöllen, was den Handel für Schuldnerländer schwieriger
machte, um die Rückzahlung der Anleihen zu vollziehen.
- Die Investitionen sanken dadurch drastisch, in
Deutschland sogar fast auf Null.
Teufelskreis:
- WWK geriet in einem Teufelskreis und versank
tiefer und tiefer in die Krise.
- Die Industrieländer importierten immer
weniger Rohstoffe und Agrarprodukte, die Exporteinkünfte gingen auch
zurück, folglich nahmen deren Einfuhren von Industrieerzeugnissen ab.
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